Baden im flachen Gebirgsbächen, Flüssen und Seen bringt nicht nur Spaß; zudem sind diese eine willkommene Erfrischung auf Wanderungen. So verlockend ein Bergsee oder Bach sein mag, so bringt gerade das Baden im Gebirge Gefahren mit sich. Da ist das treten auf einer Glasscherbe im Flussbett noch die harmlose Variante.

Daher immer gut überlegt und gesonnen handeln, als überstürzt wie im Schwimmbad, wo hunderte andere unter Aufsicht kopfüber ins Schwimmerbecken springen.


Ein 17-jähriger Schüler aus Schleswig-Holstein sprang während einer Klassenfahrt, in einem Bach im Kanton Graubünden und ertrank. Der 17-jährige Schüler aus Husum (Landkreis Nord-Friesland) sprang am Mittag während eines Ausflugs im einem Waldbach. Seine Mitschüler und die anwesenden Lehrer mussten Hilflos zu sehen, wie der 17-jährige Leistungssch-wimmer durch die Strömung mitgerissen wurde und ertrank.


Solche und andere Meldungen sind während der Sommermonate beinahe täglich in den Zeitungen zu lesen. Jedoch sind die meisten Badeunfälle zu vermeiden, denn wer sich an Regeln hält badet sicher! … Mehr:


Baden im Gebirge

Baden im Gebirge

Nirgends wo sonnst als im Gebirge, mag es in den Alpen, Australien in Neuseeland Skandinavien, Südeuropa oder in der USA sein, locken Berge mit Kristall blauen Bächen, Flüssen und Seen. Solche Gewässern laden zum baden regelrecht ein. Jedoch hier liegt auch der Hund begraben!
Gerade im Gebirge locken an jeder Stelle, Stille Seen, ruhige Bäche und Flüsse zum baden. In einigen Fällen kann das ein schönes Erlebnis sein, aber oft ist das auch ein eiskaltes. Im Gebirge sind viele Gebirgsbäche Gletscherbäche oder haben zumindest, einen oder mehrere Zuflüsse. Darum immer in den Tourismuscenter im Hotel oder auf den Campingplatz nachfragen, wo es Badegewässer gibt! Im Gebirge locken zudem kleine und große Wasserfälle um sich wie in der Werbung oder im Film drunter zu stellen und zu duschen. 

Vorsicht! Wo ein Wasserfall ist, ist auch Strömung!

Was bei einen kleinen Wasserfall kein Problem ist, kann bei einen größeren oder großen Wasserfall zu einer schmerzhaften Erfahrung werden. Oft reist das Wasser kleinere oder größere Steine mit sich, werden diese mit dem Wasserfall nach unten befördert, kann das ins Auge gehen. Da genügt legendlich ein kleiner Stein von 300 Gramm um eine bedrohliche Kopfverletzung hervorzurufen.

Dazu kommt das besonders große und beeindruckende Wasserfälle regelrecht von Touristen heimgesucht werden, so das man keine Lust hat, von einer asiatischen Touristengruppe tausendfach abgelichtet zu werden. An dieser Stelle sollte auch gesagt sein, das es tatsächlich mancher Orts sogar verboten ist, sich so eine natürliche Dusche zu gönnen. Wer so ein Erlebnis sucht ist mit einer Canyoning Tour gut beraten. Es gibt sogar Wasserfälle wo man sich so eine dusche gönnen darf.
Kristallklare Gebirgsseen locken zum baden, hier ist Vorsicht geboten. Wer dort ohne sich abzukühlen eben mal rein springt oder rennt, riskiert einen Kälteschock der auch bei völlig gesunden Menschen zum plötzlichen Herztod führen kann. Warum das? Es ist doch Sommer und es ist warm und wir schwitzen! … Genau hier liegt der Hund begraben.

Im Gebirge kann es im Sommer, auch wen es Tags über 30 Grad warm ist, nachts sogar Frost geben, welchen die meisten Touristen gar nicht mitbekommen. Generell sind im Gebirge Seen und Flüsse immer kälter als im Tiefland oder im sonnigen Tal.

Obwohl die Gebirgsseen, der vollen Sonne ausgesetzt sein können und das sind sehr viele, ist das Wasser mitunter so kalt als würde man im Winter zum Eisbaden gehen! Hier ist es mehr als ratsam sich vorher mit dem Wasser so abzukühlen, so das man ein kurzes Bad mit ruhigen Gewissen nehmen kann. Jedoch gibt es natürlich auch Gebirgsseen wo man ohne weiteres baden kann und darf. Wo es solche Seen gibt, ist immer in den Aushängen der Tourismusbüros zu erfahren und notfalls sollte man fragen. Zweifelsfrei gibt es, auch im Gebirge große Badeseen mit bewachten Badestellen. Wer dennoch die Ruhe sucht und für sich sein will, hat im Gebirge auch die Gelegenheiten dafür. Daher lohnt es sich seinen Platz zu suchen und mit etwas Glück findet man diesen, der nicht zu tief sein sollte, und Bäche die keine oder zu starke Strömung aufweisen, denn nur so endet der Tag gemächlich und nicht auf der Intensivstation.
Wie im Wattenmeer gibt es auch im Gebirge Regeln, an die sich jede oder jeder halten sollte. Die erste Regel ist, Nichtschwimmer gehören nicht ins tiefe Wasser, wo diese keinen halt finden. Oft sind Gebirgsbäche so klar, das man sich mit der Wassertiefe verschätzen kann. Denn was am Meer eindeutig ist, ist bei so klaren Gewässern zweideutig. Häufig genügt ein zweiter Schritt und man hat keinen Boden mehr unter den Füßen.

Daher nie alleine zum baden fahren, dass gilt auch für gute Schwimmer und immer sagen wo man hin fährt, damit falls nötig auch wenn verspätet Rettung eintritt. Dieses gilt selbstverständlich auch für den nahen Baggersee oder den Badesee, denn wo Wasser ist, passieren Unfälle. Hierbei ist es egal ob man am Meer ist oder im Gebirge. Im Gebirge kommt wie am Meer, der Faktor hinzu, dass man auf das Wetter achten sollte. Wenn es schon am Morgen erdrückend schwül ist und man sich auf das Bad in seinem Bach oder See freut, sollte man lieber zu hause bleiben oder ein anderes Gewässer aussuchen. Nichts ist gefährlicher als Gewitter und Wasser zusammen.

Im Zweifelsfall wenn man unbedingt baden will, ist es Ratsam einen bewachten Badesee oder ein Freibad aufzusuchen und im diesem Fall, auf das Bekleidete baden zu verzichten.
Ein weiterer Faktor ist im Gebirge, dass auskühlen und das geht schneller als man denkt. Wer bekleidet in dem ausgesuchten Gewässer baden will sollte unbedingt, genügend Sachen zum wechseln mitnehmen, denn nichts ist schlimmer, dass man Gefahr läuft sich im Gebirge, auch bei sommerlichen Temperaturen zu Unterkühlen und das geht schneller als man denkt. Selbst wenn man sich in einem Tal, ein sicheres und schönes Plätzchen zum baden ausgesucht hat, so wird es sehr schnell kalt, sobald die Sonne hinter einem Gipfel untertaucht. In so einem Fall kann die Temperatur von dreißig Grad schnell auf zehn Grad abkühlen, daher immer genügend trockene Sachen mitnehmen.

Gefahren im Gebirge


Wer im Gebirge baden will - gleich, ob Canyoning, Rafting oder aus Spaß in den nächsten Bach rennt, ist spezifischen Gefahren ausgesetzt, welche einerseits in den Eigenschaften der Gebirgsgewässer selbst begründet sind, andererseits in den persönlichen Voraussetzungen und dem persönlichen Verhalten, mit denen man sich in Gebirgsgewässer bewegt. Hierbei sprechen wir von objektiven und subjektiven Gefahren. Objektive Gefahren sind Gefahren, welche außerhalb des menschlichen Beherrschung Vermögens Durchhaltungsvermögens liegen. Subjektive Gefahren sind Gefahren, welche aus dem Verhalten des Menschen entstehen.

Zu den subjektiven Gefahren zählt, dass sich die badende Person einer objektiven Gefahr aussetzt, sei es bewusst wie beim Canyoning oder Rafting oder unbewusst. Schon, dass der Mensch die Entscheidung trifft, im Gebirge baden zu gehen, stellt eine subjektive Gefahr dar. Das Gebirge kann bei ertrinken nichts dafür. Bei diesen Punkt, müssen wir weitere Ausführungen außer acht lassen, denn wir beschäftigen uns mit den Baden, also den "nass werden" und die Unternehmungen im Gebirge.

Objektive Gefahren
Subjektive Gefahren
Blitzschlag
Eisstür
Erdrutsche,
Felsausbrüche
Gletscherflüsse und Eisdolinen
Gletscherspalten
Höhenkrankheit
Kälte
Murenabgänge
Nebel
Regen
Schnee- und Eislawinen
Schneefall
Sonnen- und Hitzestrahlung
Steinschlag

Sturm
Technisches Versagen des Sicherungsmaterials
Vereisung der Route
Wolken
Falsche Einschätzung der Schwierigkeiten
Falsche Einschätzung der Situation
Mangelnde Erfahrung
Missachtung von Anzeichen der Höhenkrankheit
Missachtung von Anzeichen für Wetterverschlechterung
Missachtung von Anzeichen der Erschöpfung

Schwächere Partner
Selbstüberschätzung
Unzureichende Ausrüstung
Unzureichende Kenntnis der Wetterlage
Unzureichende Kondition
Unzureichende psychische Stabilität
Unzureichendes klettertechnisches Können
Je mehr der im Gebirge badende Mensch von den objektiven und subjektiven Gefahren weiß und dieses Wissen in seinen Handlungen berücksichtigt, je mehr dieser über Ausrüstung, Erfahrung und Können auf die möglichen Situationen eingestellt ist, um so geringer ist das Gefahrenpotenzial bei Canyoning.- oder Rafting Touren dem er sich aussetzt hat. Jedoch ausschließen lässt sich die Gefahr allerdings nie, es sei, man unternimmt gar nichts und bleibt zu hause im Bett.
Das Gefahrenpotenzial ist um so größer, je extremer und unbekannter die Geländeverhältnisse sind, in denen man sich bewegt. Die Gefährdung wird dennoch um so größer, je länger ein Abschnitt einer Unternehmung dauert, ohne dass diese abgebrochen werden kann, weil dann die Wahrscheinlichkeit, dass ein Witterungsumschwung eintritt, der die Sicherheitslage dramatisch verschlechtert, immer größer wird. In der Dunkelheit (Bild links) verschlechtert sich die Lage umso mehr. Dieses gilt besonders bei Canyoning-Touren, wo ein Abbruch nicht immer schnell genug abgebrochen werden kann.


Wetter im Gebirge
Lokale Windsysteme.
Im Gebirge kommt es regelmäßig zu einer Kanalisierung des Windes in tief eingeschnittenen Tälern. Der Wind weht im Gegensatz zu ebenem Gelände häufig parallel zur Talachse und weicht damit von der in Wetterberichten angegeben Windrichtung ab, was besonders bei Canyoning- und Rafting-Touren zu beachten ist.
Verhalten bei Gewittern im Gebirge.
Wer die Absicht hat, in Gebirgsbäche, Seen oder Flüsse zu baden, sollte stets ein Auge für das Wetter haben, da sich dieses wie an der See in kürzester Zeit ändern kann. Daher immer vor dem Badeausflug das regionale Wetter im Radio, Fernsehen oder Internet verfolgen. Gibt es Hinweise auf einer labilen Wetterlage die möglicherweise auch die Bildung lokaler Wärmegewitter ermöglicht, sollte von seinem Vorhaben Abstand nehmen.

Gewitter stellen im Gebirge eine große Gefahr dar. Blitze die im Tiefland oder am Meer den Boden gar nicht erst erreichen, führen i Gebirge zu häufige Blitzeinschläge. Meidet bei Gewittern unbedingt frei stehende Bäume und Waldränder und versucht nicht, als einzige Erhöhung im weiteren Umkreis zu agieren. Der sicherste Aufenthaltsort ist in dem Fall ein geschlossener Waldbestand, da die dicht stehenden Bäume potentielle Blitzeinschläge, wie bei einem Faradayscher Käfig nach außen ableiten. Falls es keine andere Möglichkeit besteht, sollte man sich möglichst klein machen, in die Hocke gehen, und die Füße möglichst eng zusammenstellen. Besser ist es wenn man unsicher ist, lieber zu hause zu bleiben oder einen anderen Ort auszusuchen.
Föhnwetterlagen
Weiter stellt im Hochgebirge der sogenannte Föhn ein meteorologisches Phänomen dar, dass bei Ausflügen in die Berge Beachtung geschenkt werden muss. Zu erkennen sind die Föhnwetterlagen auf der Leeseite; die Wind abgeneigte Seite, der Berge an den Föhnwolken.

Bei Föhnwetterlagen ist auf einem längeren Badeausflug unbedingt zu verzichten, da der Zusammenbruch des Föhnstroms plötzlich und ohne erkennbare Anzeichen erfolgen kann und danach mit rasch einsetzenden, lang anhaltenden Niederschlägen und kräftig sinkenden Temperaturen zu rechnen ist. Auch wenn sich das Wetter hält, so kann dieses für

Asthmatiker der reinste Horrotripp sein. Nichts ist schlimmer als ein schwerer Asthmaanfall und keiner hat sein Handy griffbereit, da man in einem Fluss baden will.

Wir betonen ständig das man bei einer geplanten Wattwanderung oder einer Gebirgstour im Vorfeld die Großwetterlage anhand eines amtlichen Wetterdienstes sowie, anhand von Höhenwetterkarten auf herannahende Kaltfronten, Föhn Anzeichen, und Wärmegewitter überprüfen soll. Dies gilt natürlich auch für geplante Flusswanderungen und Badeausflüge und besonders bei Canyoning.- und Rafting-Touren. Wenn alle möglichen Gefahrenpotentiale ausgeschlossen werden können, steht ein Badeausflug oder einer Flusswanderung im Gebirge nichts im Wege. Besonders empfehlenswert sind Hochdruckwetterlagen, welche langfristig stabil sind.

Lenticularis

Diese Linsenwolken kann man überall bei föhnartigen Wettererscheinun- gen beobachten. Ursächlich ist ein ausreichend großer Druckgradient, der die Luftmassen zum Überströmen einer Gebirgskette zwingt. Auf der Leeseite des Gebirges entstehen Schwingungen mit Wellentälern und Wellenbergen.

Die in den Wellenbergen angehobene Luft kondensiert und bildet die typische Wolkenform aus.

Diese "Wellenwolken" bleiben trotz hoher Windgeschwindigkeit bis über 150 km/h ortsfest, solange die Welle bestehen bleibt.

(Altocumulus lenticularis, Ac lent)



Canyoning


Der Begriff Canyoning kommt aus dem Englischen. Hinter den Begriff Canyoning verbirgt sich nichts anderes als dem Wasserlauf in einer Schlucht zu folgen. Wo es zu Fuß nicht mehr weiter geht, wird geschwommen, gerutscht, abgeseilt oder gar gesprungen wozu man immer etwas Mut und eine gute Kondition benötigt.

Das Abseilen im Sprühregen eines Wasserfalls, das Rutschen durch glatt geschliffene Rinnen, Eintauchen in ein Becken in den sogenannten Gumpen mit türkis grünem Wasser – all das bietet ein unvergessliches Erlebnis.

Neben dem Reiz eines Abenteuers steht vor allem viel Kondition, sowie ein einmaliges Naturerlebnis im Vordergrund. Bei Canyoning spielen Teamgeist und das gegenseitiges Vertrauen eine wichtige Rolle. Ebenso sollte der Umwelt- und Naturschutz nicht vergessen werden. Naturschützer kritisieren den Canyoning Sport, da jene Teile der Natur begangen werden, an die sonst kaum ein Mensch gelangt. Besonders die verbreitete kommerzielle Vermarktung für den Tourismus stellt das größere zu Problemen dar. Jedoch ist dabei zu bedenken, dass Canyoning in eine Art Katastrophengebiet ausgeübt wird. Denn diese Schluchten werden teilweise mehrmals im Jahr durch von Regen ausgelöste Hochwässern überflutet.

Belastungsintensität

Belastungsdichte

Belastungsumfang

Belastungsdauer

Trainingshäufigkeit

Sicherheit

Canyoning erfordert ein Maß an alpin- und wassertechnischer Qualifikationen. Ist man erst einmal in eine Tour eingestiegen, ist ein Rückzug vor Ende der Tour oft nicht mehr möglich. Canyoning Touren sollte nur unter kundiger Anleitung durchgeführt werden. Die angewandten Techniken weichen teils deutlich von denen im hochalpinen Bereich oder beim Klettern ab. Daher kann eine Übertragung dieser Techniken auf das Canyoning erhebliche Gefahren mit sich führen.

Vorherige Information über die Wetterlage ist unabdingbar, da bei einem großen Wassereinzugsgebiet der Wasserspiegel in einer engen Schlucht bei starkem Regen in Minutenschnelle lebensgefährlich ansteigen kann. Auch über spezielle Risiken, wie einem möglichen Wasserablauf eines Stausees sollten vorher Erkundungen eingezogen werden. Einige tragische Canyoning Unfälle zeigen, dass für diese Sportart größtmögliche Sicherheit gefordert ist. Es gilt die Regel nicht alleine zu gehen, 3-4 Personen gelten als optimale Gruppenstärke.

Voraussetzungen
Wer Canyoning selbständig ausüben möchte, sollte über Trittsicherheit sowie keine Höhenangst aufweisen. Eine gute Kondition und ausreichendes Wissen in den folgenden Gebieten sollte vorhanden sein.


Seiltechnik Wildwassertechnik
Abseilen, lösbare Systeme Analysieren von Strömungsformen
Meteorologie Erste Hilfe
Orientierung


Ausrüstung Geräte für den Aufstieg am Seil
Neoprenjacke, mind. 3 mm Shunt oder TiBlock
Neoprenhose (Long John), mind. 3 mm Kappmesser stumpf mit Wellenschliff
Neoprensocken, mind. 3 mm oder Ambossschere
Angemessenes Schuhwerk Wasserdichte Tonne mit Erste-Hilfe-Material
Alpintauglicher Helm Signalpfeife, Signalrakete, wasserfestes Mobiltelefon
Canyoninggurt (kein Klettergurt) Arbeitsseile, der Tour angepasst (höchste Abseilstelle)
HMS-Karabiner ( Notseil (längste Stelle)
Abseilgerät mit Kappschlinge Handbohrset, Verankerungen und Schlingenmaterial
Canyoningtauglicher Rucksack

Zum Kennenlernen dieser Sportart gibt es etliche kommerzielle Anbieter, die auch die Ausrüstung für geführte Touren zur Verfügung stellen. Zum eigenständigen Touren gehen empfiehlt es sich, einem entsprechenden Verein beizutreten oder entsprechende Ausbildungskurse durchzuführen. Jedoch sollte jeder sich über den Tourenanbieter, dies gilt besonders bei Kinder und Jugendtouren erkundigen! ...


Dennoch gab es in der Vergangenheit eine Reihe von tödlichen Unglücke, durch Anbieter, die trotz negativen Wetter Prognosen eingestiegen sind.

Vier tödlich verunglückte Urlauber in Frankreich und Tirol beim Canyoning:  Canyoning ist mittlerweile in Verruf geraten. Dabei sind Canyoning Touren nicht riskanter als andere Alpin Sportarten.

Wichtig ist die Qualität der Führer, der Ausrüstung und die Gruppengröße. Canyoning Touren, die eben mal so angeboten werden, sollte man auf alle Fälle meiden.


Wer so eine Tour unbedingt mit machen will, sollte sich auf alle Fälle an Ortsansässige Canyoning Vereine wenden, die auch Urlauber Touren
anbieten, oder im örtlichen Tourismus Center anfragen, die oftmals Verbindung zu etablierten Anbieter haben. Touren die mit Spaß und Alkohol haltigen Pausen werben, sollten nicht in Erwägung genommen werden, da sich so die Unfallgefahr erhöht. Ebenfalls sollten Anbieter gemieden werden, die trotz schlechter Wetterprognosen aufbrechen. Hierbei ist „Nein“ zu sagen, besser als von Bergrettern abgeborgen zu werden.

Hindelang - Zwei tragische Unglücke haben die Diskussion über das Risiko beim Canyoning angestoßen. Im Juni haben sich bereits zwei Unglücke in Südfrankreich und im Tiroler Ötztal ereignet, bei denen vier Deutsche ums Leben gekommen sind.

Beim Canyoning geht es darum, eine Schlucht im einem Gebirgsbach durch zu Schwimmen, Rutschen, Klettern, Abseilen und Springen von oben nach unten zu durchqueren. Hierbei ist eine Spezialausrüstung nötig, die am besten vom Touranbieter gestellt wird. Jedoch sparen besonders Tourenanbieter in Orten mit einem großen Massentourismus, zumal da Seile nach wenigen Abstigen nicht mehr zu gebrauchen sind. Veranstalter sollten Neoprenhosen, Neoprenjacken mit Kapuzen in allen Größen anbieten. Neoprenjacken mit Kapuzen sind von nöten, da man über Kopf und Nacken stark auskühlt. Auch wenn die Sonne vom Himmel brennt und 35 Grad im Schatten angezeigt werden. So ist das Wasser der Gebirgsflüsse meist sehr kalt, da viele kleine reisende Gebirgsbäche, Gletscherbäche sind oder zumindest Gletscherzuläufe aufweisen.

Daher sollten Neoprenjacken wie Hosen eine Mindeststärke fünf Millimeter aufweisen. Erforderlich sind außerdem ein Helm, ein Hüftgurt und Selbstsicherungsschlingen. Passende Bergschuhe für das Canyoning-Abenteuer bringt man am besten selbst mit. Ideal sind weite Trekkingschuhe mit großen rutschfesten Profil, in denen noch Platz für die Neoprensocken sein sollten. Auf die Mitnahme eines Rucksacks sollte verzichtet werden, und auf keinen Fall sollte man eine Schwimmweste tragen, weil man mit dieser an engen Stellen der Schlucht stecken bleiben kann. Bringt der Tourenführer Schwimmwesten mit, ist dies kein gutes Zeichen. Grundsätzlich kann Canyoning ein echtes Erlebnis für Kinder und Jugendgruppen sein, wenn weite Sicherheitsaspekte hinzugezogen werden. Canyoning stärkt den Zusammenhalt, da sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützen müssen - zudem macht Canyoning Spaß und zeigt gerade Großstadtbewohner, die Natur von einer ganz anderen Seite.

Locations
Die meisten Verletzten gab es in den Alpes-Maritimes mit fast 50% aller Fälle, gefolgt von Korsika und einigen weniger begangenen Gebieten (die 9 Bergungen in Reunion nicht eingerechnet). Im Gegensatz dazu gab es die wenigsten Verletzten in den Pirénées-Orientales (6%); selbst in dem am meisten frequentierten Canyon des Rio Llech gab es nur 4 Fälle.

Rekordhalter mit 16 Vorfällen ist das Gebiet um Breil sur Roya mit 18 Verletzten, davon alleine 16 im Canyon Magglia. Magglia, der im Sommer am meisten begangene Canyon in Frankreich, hat nicht gerade extreme Schwierigkeiten und so wäre eine genauere Ursachenforschung für die Gründe dieser Unfallhäufigkeit sinnvoll, um eine bessere Vorsorge treffen zu können.

Es scheint, dass ein Großteil der Unfälle an derselben Stelle abliefen, bei einem Sprung über einen spitzen Felsen, der im schäumenden Wasser versteckt ist. Man erwägt diesen versteckten Felsen zu sprengen. Geführte Touren finden oftmals nur in vier bis fünf klassischen Canyons in einem Sektor statt, den die Führer gut kennen und wo die Canyons perfekt eingerichtet sind.

Gute Führer können die Risiken abschätzen und haben auch eine gute Vorbereitung auf eventuelle Unfälle. Er könnte höchstens dann Schwierigkeiten haben, Alarm zu schlagen, wenn er mit der Gruppe alleine unterwegs ist. Hierbei ist zu beachten das immer zwei oder mehrere Führer dabei sind.


Flossfahrten


Von Mai bis September werden in der Regel Flussfahrten angeboten. Stimmung gibt’s dabei pur. Tages-Flossfahrten mit urigen Flössen werden durch erfahrenen Flösser angeboten, jedoch sind solche Fahrten mitunter von Blasmusik begleitet.

Es werden allerdings auch Flussfahrten angeboten, welche über kleinere Staustufen und Stromschwellen führen, die ein sehr nasses Abenteuer sein können. Jedoch sollte sich jeder bewusst sein, das solche Fahren sehr kommerziell sind und meist wie Kaffeefahren wirken.



Rafting


Der Begriff Rafting kommt aus dem Englischen und bedeutet: Raft = Floss. Seit Mitte der 1980ziger Jahre, ist Rafting eine in Mitteleuropa beliebte Sportart geworden. Bei dieser Wassersportart wird mit einem speziellen Schlauchboot das Raft ein Fluss befahren, wobei Wildwasser und ruhige Flussabschnitten infrage kommen.

Dadurch werden verschiedene Schwierigkeitsgrade von ruhigen Wasser, über kleine Stromschwellen bis zu großen und sehr großen Stromschnellen in Anspruch genommen. Rafting ist wohl eine der am kommerziellen Sportarten, der ausschließlich im Gebirge ausgeübt wird.
Rafting erfreut sich großer Beliebtheit und ist mittlerweile fast überall auf der Welt anzutreffen, jedoch gibt es auch hier einige Regeln welche zu beachten sind. Nichtschwimmer gehören trotz Rettungsweste nicht ins Boot, das gilt auch für jüngere Kinder. Für größere Kinder und Jugendliche gibt es Extratouren zum reinschnuppern und ausprobieren. Einige Wildwasser Kanusportvereine bieten mittlerweile Rafting Touren für interessierte an.

In den Schlauchboote die sogenannten Rafts gibt es gewöhnlich für 4 bis 12 Personen Platz. Die Rafts bestehen aus sehr robustem, mehrlagigen gummierten Gewebe mit mehreren unabhängigen Luftkammern. Die Länge variiert in der Regel zwischen 3,50 Meter und 6 Meter, die Breite zwischen 1,80 Meter und 2,50 Meter. In Europa ist das symmetrische, mit dem Stechpaddel am Heck gesteuerte Raft am gebräuchlichsten. Weitere Typen sind das asymmetrische, Flossruder gesteuerte Raft und das symmetrische Raft mit zentraler Ruderanlage. Vorwärts bewegt werden Rafts mit dem Stechpaddel. Eine Sonderform, das aufblasbare Kajak (Ducky), wird mit dem Doppelpaddel vorwärts getrieben.
Sicherheit
Rafting ist durch die hoch entwickelten Sicherheitsmaßnahmen der kommerziellen Anbietern verhältnismäßig sicheres Freizeit und Urlaubsvergnügen geworden. Abhängig vom Zielgebiet existieren teils recht hohe Sicherheitsmaßgaben öffentlicher Institutionen für die Anbieter:

Das reicht von der Prüfungspflicht für Unternehmer und Bootsführer über die regelmäßige Abnahme der Boote bis zu klaren Vorschriften, was die mit zuführende Ausrüstung angeht. Rafting ist, wenn die üblichen Sicherheitsregeln eingehalten werden, keine überdurchschnittlich

gefährliche Sportart. Jedoch auch hier gilt nicht gleich den erstbesten Anbieter ansteuern, sondern immer in den Tourismus-Center nachfragen. Das buchen solcher Touren in reinen Tourismusgebieten ist allerdings abzuraten, da nicht immer auf qualifizierte Bootsführer zurückgegriffen wird. Sollten keine oder nicht den Umständen entsprechenden Rettungswesten angeboten werden, so ist vom Vorhaben abzuraten.

In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Unfällen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, sich vor der Buchung einer Raftingtour mit dem Sicherheitskonzept des Anbieters auseinander zusetzen. Art und Umfang der Ausrüstung und die Qualifikation des Bootsführers sind hier die wesentlichen Kenndaten. Sollten keine oder nur ungenügende Sicherheitsmaßnamen oder Qualifikationen vorliegen, ist es besser das Geld zurück zu verlangen. Oftmals werden "Saftig Touren" von Ferienclubs angeboten. Jedoch auch hier gilt, sich die Qualifikationen oder Teile der Ausrüstung zeigen zu lassen. Sollten alle Voraussetzungen erfüllt sein und man hat das Glück eine wasserfeste Kamera zu besitzen, die sicher verstaut werden kann, so lassen sich in den Pausen und auf den ruhigen Flussabschnitten unvergessliche Fotos schießen.

Kritik
Wie alle Natursportarten steht Rafting im Konflikt zwischen Naturschutz und Naturnutzung. In der Vergangenheit gab und gibt es besonders zwischen Anglern und Raftern zu Konflikten die durch Kompromisslösungen wie Beschränkungen der jährlichen und täglichen Befahrungszeiten beigelegt werden konnten. So gab es aber auch Differenzen mit privaten oder in Vereinen organisierten Kanusportlern, die sich in der Freiheit ihrer Sportausübung gestört fühlen. Rafter benutzen in der Regel die gleichen Wildwasser-Stellen wie Wildwasserkanuten. So werden die üblichen Regelungen der Wildwasserkanuten, wie das Anstellen und Warten, um auf Wellen surfen zu können nicht eingehalten. So kann auch das zusammenstoßen mit einen Kanuten mit den Raft eine erhebliche Gefahr darstellen.

Zudem widerspricht der kurze und käufliche Reiz einer kommerziellen Raftingtour der üblichen Philosophie des Wildwasser-Kanusports. Es sind jedoch erstaunlich viele Bootsführer selbst Kajakfahrer. Viele Wildwasser Kanuvereine, sowie einzelne Kanuten beklagen, das Raftinganbieter, die in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Tourismusverbänden Bagger- und Sprengarbeiten in Flussbetten vornehmen, um Sicherheitsrisiken im Fluss zu beseitigen. Die Maßnahmen sind jedoch legendlich von kurzer Dauer da ein Flussbett permanenten Veränderungen unterliegt und Eingriffe häufig mit dem nächsten Hochwasser wieder zunichte gemacht werden.

Rafting ist mittlerweile ein großer Wirtschaftsfaktor in vielen alpinen Regionen und trägt dazu bei, dass die weitere Verbauung von Flüssen zur Energiegewinnung unterbleibt und die Flüsse so auch dem Kanusport erhalten bleiben. Mittlerweile werden diese Naturlandschaften vor allem in Tirol durch Kraftwerksprojekte gefährdet.

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