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Baden
im Gebirge
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Nirgends
wo
sonnst
als
im
Gebirge,
mag
es
in
den
Alpen,
Australien
in
Neuseeland
Skandinavien, Südeuropa oder in der USA sein, locken Berge mit
Kristall blauen Bächen, Flüssen und Seen. Solche Gewässern laden
zum baden regelrecht ein. Jedoch hier liegt auch der Hund begraben!
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Gerade im
Gebirge
locken an jeder
Stelle, Stille Seen, ruhige Bäche und Flüsse zum baden. In einigen
Fällen kann das ein schönes Erlebnis sein, aber oft ist das auch
ein eiskaltes. Im Gebirge sind viele Gebirgsbäche Gletscherbäche
oder haben zumindest, einen oder mehrere Zuflüsse. Darum immer in
den Tourismuscenter im Hotel oder auf den Campingplatz nachfragen, wo
es Badegewässer gibt! Im Gebirge locken
zudem kleine und
große Wasserfälle um sich wie in der Werbung oder im Film drunter
zu stellen und zu duschen.
Vorsicht! Wo ein Wasserfall ist, ist
auch Strömung!
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Was
bei
einen
kleinen
Wasserfall
kein
Problem
ist,
kann
bei
einen
größeren
oder
großen
Wasserfall
zu
einer
schmerzhaften
Erfahrung
werden. Oft reist das Wasser
kleinere oder größere Steine mit sich, werden diese mit dem
Wasserfall nach unten befördert, kann das ins Auge gehen. Da genügt
legendlich ein kleiner Stein von 300 Gramm um eine bedrohliche
Kopfverletzung hervorzurufen.
Dazu kommt das besonders große und
beeindruckende Wasserfälle regelrecht von Touristen heimgesucht
werden, so das man keine Lust hat, von einer asiatischen
Touristengruppe tausendfach abgelichtet zu werden. An dieser Stelle
sollte auch gesagt sein, das es tatsächlich mancher Orts sogar
verboten ist, sich so eine natürliche Dusche zu gönnen. Wer so ein
Erlebnis sucht ist mit einer Canyoning Tour gut beraten. Es gibt
sogar Wasserfälle wo man sich so eine dusche gönnen darf. |
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Kristallklare
Gebirgsseen locken zum
baden, hier ist Vorsicht geboten. Wer dort ohne sich abzukühlen eben
mal rein springt oder rennt, riskiert einen Kälteschock der auch bei
völlig gesunden Menschen zum plötzlichen Herztod führen kann.
Warum das? Es ist doch Sommer und es ist warm und wir schwitzen! …
Genau hier liegt der Hund begraben.
Im Gebirge kann es
im Sommer, auch
wen es Tags über 30 Grad warm ist, nachts sogar Frost geben, welchen
die meisten Touristen gar nicht mitbekommen. Generell sind im Gebirge
Seen und Flüsse immer kälter als im Tiefland oder im sonnigen Tal.
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Obwohl die
Gebirgsseen, der vollen
Sonne ausgesetzt sein können und das sind sehr viele, ist das Wasser
mitunter so kalt als würde man im Winter zum Eisbaden gehen! Hier
ist es mehr als ratsam sich vorher mit dem Wasser so abzukühlen, so
das man ein kurzes Bad mit ruhigen Gewissen nehmen kann. Jedoch gibt
es natürlich auch Gebirgsseen wo man ohne weiteres baden kann und
darf. Wo es solche Seen gibt, ist immer in den Aushängen der
Tourismusbüros zu erfahren und notfalls sollte man fragen.
Zweifelsfrei gibt es, auch im Gebirge große Badeseen mit bewachten
Badestellen. Wer dennoch die Ruhe sucht und für sich sein will, hat
im Gebirge auch die Gelegenheiten dafür. Daher lohnt es sich seinen
Platz zu suchen und mit etwas Glück findet man diesen, der nicht zu
tief sein sollte, und Bäche die keine oder zu starke Strömung
aufweisen, denn nur so endet der Tag gemächlich und nicht auf der
Intensivstation.
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Wie
im
Wattenmeer gibt es auch
im Gebirge Regeln, an die sich jede oder jeder halten sollte. Die
erste Regel ist, Nichtschwimmer gehören nicht ins tiefe Wasser, wo
diese keinen halt finden. Oft sind Gebirgsbäche so klar, das man
sich mit der Wassertiefe verschätzen kann. Denn was am Meer
eindeutig ist, ist bei so klaren Gewässern zweideutig. Häufig
genügt ein zweiter Schritt und man hat keinen Boden mehr unter den
Füßen.
Daher nie alleine zum baden fahren, dass gilt auch
für gute
Schwimmer und immer sagen wo man hin fährt, damit falls nötig auch
wenn verspätet Rettung eintritt. Dieses gilt selbstverständlich
auch für den nahen Baggersee oder den Badesee, denn wo Wasser ist,
passieren Unfälle. Hierbei ist es egal ob man am Meer ist oder im
Gebirge. Im Gebirge kommt wie am Meer, der Faktor hinzu, dass man auf
das Wetter achten sollte. Wenn es schon am Morgen erdrückend schwül
ist und man sich auf das Bad in seinem Bach oder See freut, sollte
man lieber zu hause bleiben oder ein anderes Gewässer aussuchen.
Nichts ist gefährlicher als Gewitter und Wasser zusammen.
Im Zweifelsfall wenn man unbedingt
baden will, ist es Ratsam einen bewachten Badesee oder ein Freibad
aufzusuchen und im diesem Fall, auf das Bekleidete baden zu
verzichten.
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Ein
weiterer
Faktor ist im Gebirge,
dass auskühlen und das geht schneller als man denkt. Wer bekleidet
in dem ausgesuchten Gewässer baden will sollte unbedingt, genügend
Sachen zum wechseln mitnehmen, denn nichts ist schlimmer, dass man
Gefahr läuft sich im Gebirge, auch bei sommerlichen Temperaturen zu
Unterkühlen und das geht schneller als man denkt. Selbst wenn man
sich in einem Tal, ein sicheres und schönes Plätzchen zum baden
ausgesucht hat, so wird es sehr schnell kalt, sobald die Sonne hinter
einem Gipfel untertaucht. In so einem Fall kann die Temperatur von
dreißig Grad schnell auf zehn Grad abkühlen, daher immer genügend
trockene Sachen mitnehmen.
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Gefahren im
Gebirge
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Wer im Gebirge
baden will - gleich,
ob Canyoning, Rafting oder aus Spaß in den nächsten Bach rennt, ist
spezifischen Gefahren ausgesetzt, welche einerseits in den
Eigenschaften der Gebirgsgewässer selbst begründet sind,
andererseits in den persönlichen Voraussetzungen und dem
persönlichen Verhalten, mit denen man sich in Gebirgsgewässer
bewegt. Hierbei sprechen wir von objektiven und subjektiven Gefahren.
Objektive Gefahren sind Gefahren, welche außerhalb des menschlichen
Beherrschung Vermögens Durchhaltungsvermögens liegen. Subjektive
Gefahren sind Gefahren, welche aus dem Verhalten des Menschen
entstehen.
Zu den subjektiven Gefahren zählt, dass sich die
badende Person einer objektiven Gefahr aussetzt, sei es bewusst wie
beim Canyoning oder Rafting oder unbewusst. Schon, dass der Mensch
die Entscheidung trifft, im Gebirge baden zu gehen, stellt eine
subjektive Gefahr dar. Das Gebirge kann bei ertrinken nichts dafür.
Bei diesen Punkt, müssen wir weitere Ausführungen außer acht
lassen, denn wir beschäftigen uns mit den Baden, also den "nass
werden" und die Unternehmungen im Gebirge.
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Objektive
Gefahren
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Subjektive Gefahren
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Blitzschlag
Eisstür
Erdrutsche,
Felsausbrüche
Gletscherflüsse und
Eisdolinen
Gletscherspalten
Höhenkrankheit
Kälte
Murenabgänge
Nebel
Regen
Schnee- und Eislawinen
Schneefall
Sonnen- und
Hitzestrahlung
Steinschlag
Sturm
Technisches Versagen
des Sicherungsmaterials
Vereisung der Route
Wolken
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Falsche
Einschätzung
der
Schwierigkeiten
Falsche Einschätzung der Situation
Mangelnde Erfahrung
Missachtung von Anzeichen der
Höhenkrankheit
Missachtung von Anzeichen für
Wetterverschlechterung
Missachtung von Anzeichen der Erschöpfung
Schwächere Partner
Selbstüberschätzung
Unzureichende Ausrüstung
Unzureichende Kenntnis der
Wetterlage
Unzureichende Kondition
Unzureichende psychische Stabilität
Unzureichendes klettertechnisches
Können
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Je
mehr
der im Gebirge badende
Mensch von den objektiven und subjektiven Gefahren weiß und dieses
Wissen in seinen Handlungen berücksichtigt, je mehr dieser über
Ausrüstung, Erfahrung und Können auf die möglichen Situationen
eingestellt ist, um so geringer ist das Gefahrenpotenzial bei
Canyoning.- oder Rafting Touren dem er sich aussetzt hat. Jedoch
ausschließen lässt sich die Gefahr allerdings nie, es sei, man
unternimmt gar nichts und bleibt zu hause im Bett.
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Das
Gefahrenpotenzial ist um so
größer, je extremer und unbekannter die Geländeverhältnisse sind,
in denen man sich bewegt. Die Gefährdung wird dennoch um so größer,
je länger ein Abschnitt einer Unternehmung dauert, ohne dass diese
abgebrochen werden kann, weil dann die Wahrscheinlichkeit, dass ein
Witterungsumschwung eintritt, der die Sicherheitslage dramatisch
verschlechtert, immer größer wird. In
der Dunkelheit (Bild links)
verschlechtert
sich
die
Lage
umso
mehr.
Dieses gilt
besonders bei
Canyoning-Touren, wo ein Abbruch nicht immer schnell genug
abgebrochen werden kann.
Wetter
im
Gebirge
Lokale
Windsysteme.
Im Gebirge kommt es
regelmäßig zu
einer Kanalisierung des Windes in tief eingeschnittenen Tälern. Der
Wind weht im Gegensatz zu ebenem Gelände häufig parallel zur
Talachse und weicht damit von der in Wetterberichten angegeben
Windrichtung ab, was besonders bei Canyoning- und Rafting-Touren zu
beachten ist.
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Verhalten
bei
Gewittern
im
Gebirge.
Wer die Absicht
hat, in
Gebirgsbäche, Seen oder Flüsse zu baden, sollte stets ein Auge für
das Wetter haben, da sich dieses wie an der See in kürzester Zeit
ändern kann. Daher immer vor dem Badeausflug das regionale Wetter im
Radio, Fernsehen oder Internet verfolgen. Gibt es Hinweise auf einer
labilen Wetterlage die möglicherweise auch die Bildung lokaler
Wärmegewitter ermöglicht, sollte von seinem Vorhaben Abstand
nehmen.
Gewitter stellen im
Gebirge eine
große Gefahr dar. Blitze die im Tiefland oder am Meer den Boden gar
nicht erst erreichen, führen i Gebirge zu häufige Blitzeinschläge.
Meidet bei Gewittern unbedingt frei stehende Bäume und Waldränder
und versucht nicht, als einzige Erhöhung im weiteren Umkreis zu
agieren. Der sicherste Aufenthaltsort ist in dem Fall ein
geschlossener Waldbestand, da die dicht stehenden Bäume potentielle
Blitzeinschläge, wie bei einem Faradayscher Käfig nach außen
ableiten. Falls es keine andere Möglichkeit besteht, sollte man sich
möglichst klein machen, in die Hocke gehen, und die Füße möglichst
eng zusammenstellen. Besser ist es wenn man unsicher ist, lieber zu
hause zu bleiben oder einen anderen Ort auszusuchen.
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Föhnwetterlagen
Weiter stellt im
Hochgebirge der
sogenannte Föhn ein meteorologisches Phänomen dar, dass bei
Ausflügen in die Berge Beachtung geschenkt werden muss. Zu erkennen
sind die Föhnwetterlagen auf der Leeseite; die Wind abgeneigte
Seite, der Berge an den Föhnwolken.
Bei Föhnwetterlagen ist
auf einem längeren Badeausflug unbedingt zu verzichten, da der
Zusammenbruch des Föhnstroms plötzlich und ohne erkennbare
Anzeichen erfolgen kann und danach mit rasch einsetzenden, lang
anhaltenden Niederschlägen und kräftig sinkenden Temperaturen zu
rechnen ist. Auch wenn sich das Wetter hält, so kann dieses für
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Asthmatiker
der
reinste
Horrotripp
sein.
Nichts
ist
schlimmer
als
ein
schwerer
Asthmaanfall
und
keiner
hat
sein
Handy
griffbereit,
da man in einem Fluss baden will.
Wir
betonen ständig das man bei einer geplanten Wattwanderung oder einer
Gebirgstour im Vorfeld die Großwetterlage anhand eines amtlichen
Wetterdienstes sowie, anhand von Höhenwetterkarten auf herannahende
Kaltfronten, Föhn Anzeichen, und Wärmegewitter überprüfen soll.
Dies gilt natürlich auch für geplante Flusswanderungen und
Badeausflüge und besonders bei Canyoning.- und Rafting-Touren. Wenn
alle möglichen Gefahrenpotentiale ausgeschlossen werden können,
steht ein Badeausflug oder einer Flusswanderung im Gebirge nichts im
Wege. Besonders empfehlenswert sind Hochdruckwetterlagen, welche
langfristig stabil sind.
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Lenticularis
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Diese Linsenwolken kann man überall bei
föhnartigen Wettererscheinun- gen
beobachten. Ursächlich ist ein ausreichend großer Druckgradient, der
die Luftmassen zum
Überströmen einer Gebirgskette zwingt. Auf der Leeseite des Gebirges
entstehen Schwingungen
mit Wellentälern und Wellenbergen.
Die in den Wellenbergen angehobene Luft kondensiert und bildet die
typische
Wolkenform aus.
Diese "Wellenwolken" bleiben trotz hoher Windgeschwindigkeit bis
über 150 km/h ortsfest, solange die Welle bestehen bleibt.
(Altocumulus
lenticularis,
Ac
lent) |
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Canyoning
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Der Begriff
Canyoning kommt aus dem
Englischen. Hinter den Begriff Canyoning verbirgt sich nichts anderes
als dem Wasserlauf in einer Schlucht zu folgen. Wo es zu Fuß nicht
mehr weiter geht, wird geschwommen, gerutscht, abgeseilt oder gar
gesprungen wozu man immer etwas Mut und eine gute Kondition benötigt.
Das Abseilen im Sprühregen
eines Wasserfalls, das Rutschen durch glatt geschliffene Rinnen,
Eintauchen in ein Becken in den sogenannten Gumpen mit türkis grünem
Wasser – all das bietet ein unvergessliches Erlebnis.
Neben
dem Reiz eines Abenteuers steht vor allem viel Kondition, sowie ein
einmaliges Naturerlebnis im Vordergrund. Bei Canyoning spielen
Teamgeist und das gegenseitiges Vertrauen eine wichtige Rolle. Ebenso
sollte der Umwelt- und Naturschutz nicht vergessen werden.
Naturschützer kritisieren den Canyoning Sport, da jene Teile der
Natur begangen werden, an die sonst kaum ein Mensch gelangt.
Besonders die verbreitete kommerzielle Vermarktung für den Tourismus
stellt das größere zu Problemen dar. Jedoch ist dabei zu bedenken,
dass Canyoning in eine Art Katastrophengebiet ausgeübt wird. Denn
diese Schluchten werden teilweise mehrmals im Jahr durch von Regen
ausgelöste Hochwässern überflutet.
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Belastungsintensität
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Belastungsdichte
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Belastungsumfang
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Belastungsdauer
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Trainingshäufigkeit
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Sicherheit
Canyoning erfordert
ein Maß an
alpin- und wassertechnischer Qualifikationen. Ist man erst einmal in
eine Tour eingestiegen, ist ein Rückzug vor Ende der Tour oft nicht
mehr möglich. Canyoning Touren sollte nur unter kundiger Anleitung
durchgeführt werden. Die angewandten Techniken weichen teils
deutlich von denen im hochalpinen Bereich oder beim Klettern ab.
Daher kann eine Übertragung dieser Techniken auf das Canyoning
erhebliche Gefahren mit sich führen.
Vorherige Information
über die Wetterlage ist unabdingbar, da bei einem großen
Wassereinzugsgebiet der Wasserspiegel in einer engen Schlucht bei
starkem Regen in Minutenschnelle lebensgefährlich ansteigen kann.
Auch über spezielle Risiken, wie einem möglichen Wasserablauf eines
Stausees sollten vorher Erkundungen eingezogen werden. Einige
tragische Canyoning Unfälle zeigen, dass für diese Sportart
größtmögliche Sicherheit gefordert ist. Es gilt die Regel nicht
alleine zu gehen, 3-4 Personen gelten als optimale Gruppenstärke.
Voraussetzungen
Wer Canyoning selbständig ausüben
möchte, sollte über Trittsicherheit sowie keine Höhenangst
aufweisen. Eine gute Kondition und ausreichendes Wissen in den
folgenden Gebieten sollte vorhanden sein.
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| Seiltechnik
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Wildwassertechnik
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| Abseilen,
lösbare
Systeme |
Analysieren
von
Strömungsformen |
| Meteorologie |
Erste Hilfe |
| Orientierung |
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| Ausrüstung |
Geräte
für
den
Aufstieg
am
Seil |
| Neoprenjacke,
mind.
3 mm |
Shunt
oder TiBlock |
| Neoprenhose
(Long
John), mind. 3 mm |
Kappmesser
stumpf
mit Wellenschliff |
| Neoprensocken,
mind.
3 mm |
oder
Ambossschere |
| Angemessenes
Schuhwerk |
Wasserdichte
Tonne
mit Erste-Hilfe-Material |
| Alpintauglicher
Helm |
Signalpfeife,
Signalrakete, wasserfestes Mobiltelefon |
| Canyoninggurt
(kein
Klettergurt) |
Arbeitsseile,
der
Tour angepasst (höchste
Abseilstelle) |
| HMS-Karabiner ( |
Notseil
(längste
Stelle) |
| Abseilgerät
mit
Kappschlinge |
Handbohrset,
Verankerungen und Schlingenmaterial |
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Canyoningtauglicher
Rucksack
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Zum Kennenlernen
dieser Sportart
gibt es etliche kommerzielle Anbieter, die auch die Ausrüstung für
geführte Touren zur Verfügung stellen. Zum eigenständigen Touren
gehen empfiehlt es sich, einem entsprechenden Verein beizutreten oder
entsprechende Ausbildungskurse durchzuführen. Jedoch sollte jeder
sich über den Tourenanbieter, dies gilt besonders bei Kinder und
Jugendtouren erkundigen! ...
Dennoch gab es in der
Vergangenheit eine Reihe von tödlichen Unglücke, durch Anbieter,
die trotz negativen Wetter Prognosen eingestiegen sind.
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Vier tödlich
verunglückte Urlauber
in Frankreich und Tirol beim Canyoning: Canyoning ist
mittlerweile in Verruf geraten. Dabei sind Canyoning Touren nicht
riskanter als andere Alpin Sportarten.
Wichtig ist die Qualität der
Führer, der Ausrüstung und die Gruppengröße. Canyoning Touren,
die eben mal so angeboten werden, sollte man auf alle Fälle meiden.
Wer so eine Tour unbedingt mit machen will, sollte
sich auf alle
Fälle an Ortsansässige Canyoning Vereine wenden, die auch Urlauber
Touren
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anbieten, oder
im
örtlichen
Tourismus
Center
anfragen,
die
oftmals
Verbindung
zu
etablierten
Anbieter
haben.
Touren
die
mit
Spaß
und
Alkohol
haltigen Pausen werben, sollten
nicht in Erwägung genommen werden, da sich so die Unfallgefahr
erhöht. Ebenfalls sollten Anbieter gemieden werden, die trotz
schlechter Wetterprognosen aufbrechen. Hierbei ist „Nein“ zu
sagen, besser als von Bergrettern abgeborgen zu werden.
Hindelang
- Zwei tragische Unglücke haben die Diskussion über das Risiko beim
Canyoning angestoßen. Im Juni haben sich bereits zwei Unglücke in
Südfrankreich und im Tiroler Ötztal ereignet, bei denen vier
Deutsche ums Leben gekommen sind.
Beim Canyoning geht es
darum, eine Schlucht im einem Gebirgsbach durch zu Schwimmen,
Rutschen, Klettern, Abseilen und Springen von oben nach unten zu
durchqueren. Hierbei ist eine Spezialausrüstung nötig, die am
besten vom Touranbieter gestellt wird. Jedoch sparen besonders
Tourenanbieter in Orten mit einem großen Massentourismus, zumal da
Seile nach wenigen Abstigen nicht mehr zu gebrauchen sind.
Veranstalter sollten Neoprenhosen, Neoprenjacken mit Kapuzen in allen
Größen anbieten. Neoprenjacken mit Kapuzen sind von nöten, da man
über Kopf und Nacken stark auskühlt. Auch wenn die Sonne vom Himmel
brennt und 35 Grad im Schatten angezeigt werden. So ist das Wasser
der Gebirgsflüsse meist sehr kalt, da viele kleine reisende
Gebirgsbäche, Gletscherbäche sind oder zumindest Gletscherzuläufe
aufweisen.
Daher sollten Neoprenjacken wie Hosen eine
Mindeststärke fünf Millimeter aufweisen. Erforderlich sind außerdem
ein Helm, ein Hüftgurt und Selbstsicherungsschlingen. Passende
Bergschuhe für das Canyoning-Abenteuer bringt man am besten selbst
mit. Ideal sind weite Trekkingschuhe mit großen rutschfesten Profil,
in denen noch Platz für die Neoprensocken sein sollten. Auf die
Mitnahme eines Rucksacks sollte verzichtet werden, und auf keinen
Fall sollte man eine Schwimmweste tragen, weil man mit dieser an
engen Stellen der Schlucht stecken bleiben kann. Bringt der
Tourenführer Schwimmwesten mit, ist dies kein gutes Zeichen.
Grundsätzlich kann Canyoning ein echtes Erlebnis für Kinder und
Jugendgruppen sein, wenn weite Sicherheitsaspekte hinzugezogen
werden. Canyoning stärkt den Zusammenhalt, da sich die Teilnehmer
gegenseitig unterstützen müssen - zudem macht Canyoning Spaß und
zeigt gerade Großstadtbewohner, die Natur von einer ganz anderen
Seite.
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Locations
Die meisten
Verletzten gab es in den
Alpes-Maritimes mit fast 50% aller Fälle, gefolgt von Korsika und
einigen weniger begangenen Gebieten (die 9 Bergungen in Reunion nicht
eingerechnet). Im Gegensatz dazu gab es die wenigsten Verletzten in
den Pirénées-Orientales (6%); selbst in dem am meisten
frequentierten Canyon des Rio Llech gab es nur 4 Fälle.
Rekordhalter mit 16 Vorfällen
ist das Gebiet um Breil sur Roya mit 18 Verletzten, davon alleine 16
im Canyon Magglia. Magglia, der im Sommer am meisten begangene Canyon
in Frankreich, hat nicht gerade extreme Schwierigkeiten und so wäre
eine genauere Ursachenforschung für die Gründe dieser
Unfallhäufigkeit sinnvoll, um eine bessere Vorsorge treffen zu
können.
Es scheint, dass ein Großteil der Unfälle an
derselben Stelle abliefen, bei einem Sprung über einen spitzen
Felsen, der im schäumenden Wasser versteckt ist. Man erwägt diesen
versteckten Felsen zu sprengen. Geführte Touren finden oftmals nur
in vier bis fünf klassischen Canyons in einem Sektor statt, den die
Führer gut kennen und wo die Canyons perfekt eingerichtet sind.
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Gute Führer können
die Risiken
abschätzen und haben auch eine gute Vorbereitung auf eventuelle
Unfälle. Er könnte höchstens dann Schwierigkeiten haben, Alarm zu
schlagen, wenn er mit der Gruppe alleine unterwegs ist. Hierbei ist
zu beachten das immer zwei oder mehrere Führer dabei sind.
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Flossfahrten
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Von Mai bis
September werden in der
Regel Flussfahrten angeboten. Stimmung gibt’s dabei pur.
Tages-Flossfahrten mit urigen Flössen werden durch erfahrenen
Flösser angeboten, jedoch sind solche Fahrten mitunter von Blasmusik
begleitet.
Es werden allerdings auch Flussfahrten angeboten,
welche
über kleinere Staustufen und Stromschwellen führen, die ein sehr
nasses Abenteuer sein können. Jedoch sollte sich jeder bewusst sein,
das solche Fahren sehr kommerziell sind und meist wie Kaffeefahren
wirken.
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Rafting
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Der Begriff
Rafting
kommt aus dem
Englischen und bedeutet: Raft = Floss. Seit Mitte der 1980ziger
Jahre, ist Rafting eine in Mitteleuropa beliebte Sportart geworden.
Bei dieser Wassersportart wird mit einem speziellen Schlauchboot das
Raft ein Fluss befahren, wobei Wildwasser und ruhige Flussabschnitten
infrage kommen.
Dadurch werden verschiedene Schwierigkeitsgrade
von
ruhigen Wasser, über kleine Stromschwellen bis zu großen und sehr
großen Stromschnellen in Anspruch genommen. Rafting ist wohl eine
der am kommerziellen Sportarten, der ausschließlich im Gebirge
ausgeübt wird.
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Rafting erfreut
sich großer
Beliebtheit und ist
mittlerweile fast überall auf der Welt anzutreffen, jedoch gibt
es
auch hier einige Regeln welche zu beachten sind.
Nichtschwimmer
gehören
trotz
Rettungsweste
nicht ins Boot, das gilt auch für jüngere Kinder. Für
größere Kinder und Jugendliche gibt es Extratouren zum
reinschnuppern und ausprobieren. Einige Wildwasser Kanusportvereine
bieten mittlerweile Rafting Touren für interessierte an.
In den Schlauchboote die
sogenannten Rafts gibt es gewöhnlich für 4 bis 12 Personen Platz.
Die Rafts bestehen aus sehr robustem, mehrlagigen gummierten Gewebe
mit mehreren unabhängigen Luftkammern. Die Länge variiert in der
Regel zwischen 3,50 Meter und 6 Meter, die Breite zwischen 1,80 Meter
und 2,50 Meter. In Europa ist das symmetrische, mit dem Stechpaddel
am Heck gesteuerte Raft am gebräuchlichsten. Weitere Typen sind das
asymmetrische, Flossruder gesteuerte Raft und das symmetrische Raft
mit zentraler Ruderanlage. Vorwärts bewegt werden Rafts mit dem
Stechpaddel. Eine Sonderform, das aufblasbare Kajak (Ducky), wird mit
dem Doppelpaddel vorwärts getrieben.
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Sicherheit
Rafting ist durch
die hoch
entwickelten Sicherheitsmaßnahmen der kommerziellen Anbietern
verhältnismäßig sicheres Freizeit und Urlaubsvergnügen geworden.
Abhängig vom Zielgebiet existieren teils recht hohe
Sicherheitsmaßgaben öffentlicher Institutionen für die Anbieter:
Das reicht von der Prüfungspflicht für Unternehmer
und
Bootsführer über die regelmäßige Abnahme der Boote bis zu klaren
Vorschriften, was die mit zuführende Ausrüstung angeht. Rafting
ist, wenn die üblichen Sicherheitsregeln eingehalten werden, keine
überdurchschnittlich
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gefährliche
Sportart. Jedoch auch
hier gilt nicht gleich den erstbesten Anbieter ansteuern, sondern
immer in den Tourismus-Center nachfragen. Das buchen solcher Touren
in reinen Tourismusgebieten ist allerdings abzuraten, da nicht immer
auf qualifizierte Bootsführer zurückgegriffen wird. Sollten keine
oder nicht den Umständen entsprechenden Rettungswesten angeboten
werden, so ist vom Vorhaben abzuraten.
In der Vergangenheit
kam es wiederholt zu Unfällen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich,
sich vor der Buchung einer Raftingtour mit dem Sicherheitskonzept des
Anbieters auseinander zusetzen. Art und Umfang der Ausrüstung und
die Qualifikation des Bootsführers sind hier die wesentlichen
Kenndaten. Sollten keine oder nur ungenügende Sicherheitsmaßnamen
oder Qualifikationen vorliegen, ist es besser das Geld zurück zu
verlangen. Oftmals werden "Saftig Touren" von Ferienclubs
angeboten. Jedoch auch hier gilt, sich die Qualifikationen oder Teile
der Ausrüstung zeigen zu lassen. Sollten alle Voraussetzungen
erfüllt sein und man hat das Glück eine wasserfeste Kamera zu
besitzen, die sicher verstaut werden kann, so lassen sich in den
Pausen und auf den ruhigen Flussabschnitten unvergessliche Fotos
schießen.
Kritik
Wie alle Natursportarten
steht Rafting im Konflikt zwischen Naturschutz und Naturnutzung. In
der Vergangenheit gab und gibt es besonders zwischen Anglern und
Raftern zu Konflikten die durch Kompromisslösungen wie
Beschränkungen der jährlichen und täglichen Befahrungszeiten
beigelegt werden konnten. So gab es aber auch Differenzen mit
privaten oder in Vereinen organisierten Kanusportlern, die sich in
der Freiheit ihrer Sportausübung gestört fühlen. Rafter benutzen
in der Regel die gleichen Wildwasser-Stellen wie Wildwasserkanuten.
So werden die üblichen Regelungen der Wildwasserkanuten, wie das
Anstellen und Warten, um auf Wellen surfen zu können nicht
eingehalten. So kann auch das zusammenstoßen mit einen Kanuten mit
den Raft eine erhebliche Gefahr darstellen.
Zudem
widerspricht der kurze und käufliche Reiz einer kommerziellen
Raftingtour der üblichen Philosophie des Wildwasser-Kanusports. Es
sind jedoch erstaunlich viele Bootsführer selbst Kajakfahrer. Viele
Wildwasser Kanuvereine, sowie einzelne Kanuten beklagen, das
Raftinganbieter, die in Zusammenarbeit mit Gemeinden und
Tourismusverbänden Bagger- und Sprengarbeiten in Flussbetten
vornehmen, um Sicherheitsrisiken im Fluss zu beseitigen. Die
Maßnahmen sind jedoch legendlich von kurzer Dauer da ein Flussbett
permanenten Veränderungen unterliegt und Eingriffe häufig mit dem
nächsten Hochwasser wieder zunichte gemacht werden.
Rafting
ist mittlerweile ein großer Wirtschaftsfaktor in vielen alpinen
Regionen und trägt dazu bei, dass die weitere Verbauung von Flüssen
zur Energiegewinnung unterbleibt und die Flüsse so auch dem
Kanusport erhalten bleiben. Mittlerweile werden diese
Naturlandschaften vor allem in Tirol durch Kraftwerksprojekte
gefährdet.
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