Die Nordsee ist ein prima Gebiet zum baden und lange Wattwanderungen zu unter- nehmen! Jedoch sollte man besonders darauf achten, das unter den mal weichen mal festen Wattboden sich scharfkantige Muscheln wie die Sandklaffmuschel befinden. Meist befinden sich an den flachen Seiten der Priele ganze Muschel- bänke. Daher sollte man immer mit festen Schuhen (keine Gummistiefel) ins Watt gehen.

Dazu kommt, das gerade an sehr sonnigen Tage im Watt ähnlich wie in der Wüste die Sonne besonders intensiv scheint, da es keine Schatten gibt. Es ist Tatsächlich anzuraten, sich etwas bedeckter anzuziehen. Ratsam sind in der Hinsicht sogar lange lange Hosen und T-Shirt. Wer etwas empfindlicher ist, sollte zudem noch ein langes sonnen undurchsichtiges Hemd tragen. Und immer daran denken sich zuvor gut ein zu cremen! ...


Baden im Wattenmeer

Die Gezeiten / Die Tiden
oder auch Tiden sind Regelmäßige Schwankungen des Meeresspiegels, welche auf die Anziehungskraft des Mondes zurückgehen.

Die Ebbe: Ist das Absinken des Meeresspiegels. Die Flut: Ist Ansteigen des Meeresspiegels. Das Hochwasser: Ist der regelmäßige, tägliche Hochstand des Wassers bei Flut. Die Anziehungskraft: Kraft, die den Abstand zweier Körper zu verkleinern sucht. Das trifft nicht nur auf Himmelskörper zu, Erde, Sonne, Mond, sondern ebenso auf die winzigen Elementarteilchen, aus denen sich Atome bilden.

Die Anziehungskraft der einzelnen Atome ist sehr klein. Nur der verhältnismäßig großen Masse des Planeten Erde ist es zu verdanken, dass ihre Schwerkraft ausreicht, um Körper auf der Oberfläche festzuhalten. Ohne die Anziehungskraft würde die Erde zerbröseln und das Universum wäre eine dünne, leblose Wolke aus Staub. Je weiter man sich von der Erde entfernt, um so geringer wirkt sich die Anziehungskraft aus. Dies gilt auch für den Mond und die Sonne. 
Da der Mond weit von der Erde entfernt ist, wirkt sich die Anziehungskraft nur gering aus. Die Sonne ist noch viel weiter von der Erde entfernt, obwohl die Masse der Sonne größer ist, als die des Mondes, ist die Anziehungskraft der Sonne auf die Erde noch kleiner.  Wichtig ist, dass auch die beiden Himmelskörper, Erde und Mond, eine gegenseitige Anziehungskraft ausüben. Da aber der Abstand trotz der Anziehungskraft nicht kleiner wird, muss eine gleich große entgegengesetzte Kraft vorhanden sein. Dies ist die Fliehkraft.


Durch die Anziehungskraft wird, dass Meerwasser zum Mond hingezogen, es entsteht Flut. Auf der vom Mond abgekehrten Seite der Erde ist aber die Fliehkraft der Erde größer als die Anziehungskraft des Mondes.

Deshalb entsteht auch hier ein zweiter Wasserberg - die Flut. Aus den dazwischen liegenden Gebieten fließt das Wasser fort. Dort herrscht Ebbe

Linie stehen. Wenn dies geschieht, Die Anziehungskräfte addieren sich, wenn Sonne, Mond und Erde in einer kommt es zu besonders  hohen Fluten, den so genannten Springfluten (Springtide). Etwa 7 Tage nach Voll- oder Neumond hat der Mond ein Viertel seiner Bahn um die Erde zurückgelegt und Sonne, Erde und Mond bilden einen rechten Winkel. Die Wirkung der Sonne ist der des Mondes entgegengesetzt. Die resultierende Gezeit ist deutlich geringer als diejenige, die durch den Mond allein erzeugt wird. Sie tritt bei Halbmond auf und wird Nipptide genannt.


Auflaufende Tiede bei Friedrichskoog.

Auflaufende Tiede in Orginal Geschwindigkeit. Vor den Küsten liegen die Geschwindigkeiten bei rund zwei Metern pro Sekunde, während in der offenen Nordsee nur etwa 0,5 Meter pro Sekunde erreicht werden.

Die Gezeitenperiode der Nordsee beträgt etwa zwölf Stunden und 25 Minuten.

Für den Wasserberg müssen wir eine andere Kraft verantwortlich machen: die Zentrifugalkraft. Nur welche? Bringen wir etwas Bewegung in die Sache. Die Erde dreht sich um ihre eigene Achse, also ist die Zentrifugalkraft an allen benachbarten Punkten, die symmetrisch zur Rotationsachse sind, gleich. Damit scheidet die Eigenrotation der Erde aus. Damit ist die Dynamik des Erde-Mond-System aber noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Der Mond bewegt sich um die Erde, dass ist, fast richtig.


Bei einem bewegten Zweikörper-Problem (nicht das, was Ihr jetzt denkt), also zwei Körpern, die sich in gegenseitiger Wechselwirkung befinden (und das ist bei der gegenseitigen Anziehung von Erde und Mond der Fall), bewegen sich die Körper um ihren gemeinsamen Schwerpunkt.

Der gemeinsame Schwerpunkt des Erde-Mond-Systems liegt ca. 4700 Km vom Erdmittelpunkt entfernt, aber noch in der Erde. Die Erde führt also auch eine etwas eiernd anmutende Kreisbewegung um diesen gemeinsamen Schwerpunkt aus.

Die aus diesem Eiertanz der Erde resultierende Zentrifugalkraft ist wiederum abstandsabhängig. Je weiter man sich vom gemeinsamen Schwerpunkt entfernt, desto größer wird die Zentrifugalkraft. Das bedeutet also, dass die Mond abgewandte Erdseite, die ja weiter vom gemeinsamen Schwerpunkt entfernt ist, eine größere Zentrifugalkraft erfährt als die Mond zugewandte Seite.
Die aus diesem Eiertanz der Erde resultierende Zentrifugalkraft ist wiederum abstandsabhängig. Je weiter man sich vom gemeinsamen Schwerpunkt entfernt, desto größer wird die Zentrifugalkraft. Das bedeutet also, dass die Mond abgewandte Erdseite, die ja weiter vom gemeinsamen Schwerpunkt entfernt ist, eine größere Zentrifugalkraft erfährt als die Mond zugewandte Seite.

Die Flut fällt dagegen geringer aus, wenn Sonne, Mond und Erde in einem rechten Winkel zueinander stehen. Durch diese Stellung wirken die Anziehungskräfte von Sonne und Mond in unterschiedliche Richtungen.

Es entsteht die Nippflut, auch Nipptide genannt.

Erde und Mond üben nach dem Newtonschen Gravitationsgesetz mit ihren Massen eine Anziehungskraft aufeinander aus. Der Mond zieht dabei die Erde genauso stark an, wie er selbst von ihr angezogen wird. Die Bewegung der beiden Gestirne erfolgt um einen gemeinsamen Schwerpunkt. Infolge der Größe der Erde und der Kleinheit des Mondes liegt dieser noch innerhalb der Erdmasse, etwa 3/4 Erdradius vom Erdmittelpunkt entfernt (Erde und Mond als Doppelkörper mit einem gemeinsamen Masseschwerpunkt).


Durch die Drehung erfährt nicht nur der Mond, sondern auch die Erde eine Zentri- fugalbeschleunigung (die aber nichts

mit der durch die Rotation der Erde um ihre eigene Achse erzeugte Zentrifugalkraft zu tun hat), die der Anziehungskraft entgegen wirkt.

Da der Mond während seiner Erdumdrehung auf der Bahn um die Erde täglich 1/28 weiter rückt, tritt das Hochwasser jeden Tag ca. 48 Minuten (360°:28 Tage = ca. 13° je Tag) bzw. 24 Minuten je Tide später ein. Zentrifugalkraft der Erde = Anziehungskraft des Mondes!

Auf der dem Mond zugekehrten Seite der Erde ist die Anziehungskraft aufgrund der etwas geringeren Entfernung zum Mond um einen kleineren Betrag stärker (Zenitflut). Auf der abgekehrten Seite ist sie entsprechend schwächer als die Zentrifugalkraft (Nadirflut).


Die Flutwellen werden nicht in der flachen Nordsee erzeugt, sondern stammen aus dem Atlantik und schwingen in die Nordsee.

Eine um Schottland herum vor der englischen Küste nach Süden verlaufende Flutwelle erreicht mit einer 12-stündigen Verspätung die Deutsche Bucht. Zurücklaufend trifft sie vor der nordfriesischen und jütischen Küste mit den Ausläufern der folgenden Flutwelle zusammen und dreht wieder ab. Wir sprechen deshalb von einer Drehtide vor der jütischen Küste. Im Drehpunkt gibt es keinen Tidenhub. Infolge der geringen Wassertiefe und dadurch bedingten Reibungsverlustes wird die Kraft, der fortschreitenden Wellen geschwächt. Das wirkt sich auf die Fluthöhe und im Nachlassen der Geschwindigkeit aus.

Die Ausbildung der Gezeiten hängt aber nicht nur von den wechselnden Stellungen des Mondes und der Sonne relativ zur Erde ab, sondern auch wesentlich von der sehr unregelmäßigen Gestalt der Meeresbecken. Die Gezeiten können sehr komplizierte Formen annehmen. Ihre Vorausberechnung erfordert demnach einen beträchtlichen Aufwand. Die Art, in der sich die Gezeitenschwingungen der Ozeane ausbilden, hängt von der Gestalt und der Tiefe der Meeresbecken ab.

Die Gezeiten kleinerer Randmeere, wie z.B. der Nordsee, werden fast ausschließlich durch das Mitschwingen, mit den angrenzenden Ozeanen und nur zu einem sehr geringen Teil durch die unmittelbaren, Einwirkungen der Gezeiten erzeugenden Kräfte verursacht. Die Gezeiten können an jedem Ort unmittelbar zu den scheinbaren Bewegungen des Mondes und der Sonne in Beziehung gesetzt werden. Die besondere Form dieser Beziehung für einen bestimmten Ort wird bisher am genauesten aus örtlichen Beobachtungen ermittelt.

Tiedenhöhen (Deutsche Bucht)
Die Nordsee ist ein Schelfmeer mit einer durchsch- nittlichen Tiefe von nur 93 Metern.

Der Meeresboden liegt größtenteils auf dem Schelf, und so steigt die Tiefe von 25 bis 35 Metern im südlichen Teil auf bis zu 100 bis 200 Metern am
Kontinentalhang zwischen Norwegen und nördlich der Shetlandinseln. Der gesamte südliche Teil des Meeres ist dabei höchstens 50 Meter tief. Die Ausnahme bildet die Norwegische Rinne; an dieser tiefsten Stelle misst die Nordsee 725 Meter. Die flachste Stelle abseits der Küstengebiete liegt in der Doggerbank.

Die südliche Nordsee wird von zahlreichen großen Sandbänken durchzogen.
Die Nordsee wird generell in die flache südliche Nordsee, die Zentralnordsee, die nördliche Nordsee und die Norwegische Rinne mit dem Übergang Skagerrak unterteilt. In der südlichen Nordsee geht der Ärmelkanal in die Straße von Dover über. Die Southern Bight liegt vor der niederländischen und belgischen Küste, die Deutsche Bucht inklusive der Helgoländer Bucht vor der deutschen Küste. Das Flachwassergebiet der Doggerbank begrenzt die deutsche Bucht hin zur Zentralnordsee. Das Die Nordsee wird generell in die flache südliche Nordsee, die Zentralnordsee, die nördliche Nordsee und die Norwegische Rinne mit dem Übergang Skagerrak unterteilt. In der südlichen Nordsee geht der Ärmelkanal in die Straße von Dover über.

Die Southern Bight liegt vor der niederländischen und belgischen Küste, die Deutsche Bucht inklusive der Helgoländer Bucht Wattenmeer zieht sich an der südlichen Küste von Den Helder in den Niederlanden nahezu die gesamte deutsche Nordseeküste entlang bis Esbjerg in Dänemark. Die Flachwasserzone Doggerbank ist etwa halb so groß wie die Niederlande mit einer Tiefe zwischen nur 13 Metern bis zu höchstens 20 Metern. Sie ist als Ort zum Fischfang berühmt, bei Stürmen brechen hier sogar häufiger die Wellen. Die Norwegische Rinne ist durchschnittlich 250 bis 300 Meter tief, wird am Übergang zum Skagerrak bis zu 725 Metern tief und spielt eine wichtige Rolle beim Wasseraustausch mit Ostsee und Atlantik. Entlang der norwegischen Rinne fließt der norwegische Strom, über den der größte Teil des Nordseewassers in den Atlantik fließt. 
Ebenso fließt hier ein Großteil des aus der Ostsee stammenden Wassers nach Norden. In der Zentralnordsee, etwa 200 Kilometer östlich der schottischen Stadt Dundee finden sich im Devil's Hole weitere Gräben. Die wenige Kilometer langen Gräben gehen in einer Umgebung, die etwa 90 Meter Wassertiefe hat, auf 230 Meter hinunter.

Die Straße von Dover erreicht Meerestiefen von etwa 30 Metern, der Meeresgrund fällt nach Westen hin bis zum Ende des Ärmelkanals bis zu 100 Meter ab. Zwischen den Niederlanden und Großbritannien liegen Tiefen zwischen 20 und 30 Metern, die bis zu 45 Meter an der friesischen Front gehen.


Eine andere durch die Kanalwelle erzeugte Drehtide vor der niederländischen Küste spielt für die Deutsche Bucht keine Rolle. Der mittlere Tidenhub liegt auf dem offenen Meer bei ca. 2,4 m (Helgoland 2,3 m). In den Buchten und Flussmündungen erhöht er sich durch deren Trichterform. Alle Positionen an einer roten Linie mit gleichen Stundenangaben haben zur gleichen Zeit Hochwasser. Der zeitliche Versatz des Hochwassers liegt darin begründet, dass die Flutwelle aus dem Atlantischen Ozean kommt und an der deutschen Nordseeküste zuerst die Ostfriesischen Inseln erreicht, bevor sie weiter in die Deutsche Bucht und in die Unterelbe einläuft. In den trichterförmigen Buchten gibt es den höchsten Tidenhub.

Der Tidenkalender Umgang und Gebrauch
Die hier aufgeführten Tidenkalender zeigen deutlich das, auch bei dicht zusammen liegende Gebiete, die Tiden unterschiedlich sind, und sich die Zeiten, Wassertiefen und Pegelstände erheblich unterscheiden. Daher nur mit Ortskundige oder besser mit Watt-Führern ins Watt gehen, denn das Watt kann für unkundige hohe Gefahren werbergen Wichtig ist sieht zuvor im Tidenkalender, den bekommt Ihr vor Ort in einem Touristencenter, Pension/Hotel oder Campingplatz.
Pegelort :
Position :
Tiedangave :


Friedrichskoog, Spitze
54°02'04"N    8°50'26"E

Gesetzliche Tied

Sommerhalfjohr MESZ /
Winterhalfjohr MEZ
Grafik markiert Tageswechsel
Datum   Tied
Grafik markiert Tageswechsel
Sa 08.03.2008 HW 00:58
Sa 08.03.2008 NW 07:51
Sa 08.03.2008 HW 13:32
Sa 08.03.2008 NW 20:12
Grafik markiert Tageswechsel
So 09.03.2008 HW 01:37
So 09.03.2008 NW 08:33
So 09.03.2008 HW 14:08
So 09.03.2008 NW 20:52
Grafik markiert Tageswechsel
Mo 10.03.2008 HW 02:14
Mo 10.03.2008 NW 09:07
Mo 10.03.2008 HW 14:42
Mo 10.03.2008 NW 21:24
Grafik markiert Tageswechsel
Di 11.03.2008 HW 02:51
Di 11.03.2008 NW 09:39
Di 11.03.2008 HW 15:17
Di 11.03.2008 NW 21:51
Grafik markiert Tageswechsel
Mi 12.03.2008 HW 03:31
Mi 12.03.2008 NW 10:10
Mi 12.03.2008 HW 15:54
Mi 12.03.2008 NW 22:20
Grafik markiert Tageswechsel
Do 13.03.2008 HW 04:12
Do 13.03.2008 NW 10:42
Do 13.03.2008 HW 16:31
Do 13.03.2008 NW 22:53
Grafik markiert Tageswechsel
Fr 14.03.2008 HW 04:55
Fr 14.03.2008 NW 11:15
Fr 14.03.2008 HW 17:12
Fr 14.03.2008 NW 23:32
Grafik markiert Tageswechsel





    
Pegelort :
Position :
Tiedangave :


Büsum
54°07'20"N    8°51'33"E
Gesetzliche Tied

Sommerhalfjohr MESZ /
Winterhalfjohr MEZ
Grafik markiert Tageswechsel
Datum

Tied
Woterstand
Grafik markiert Tageswechsel
Sa 08.03.2008 HW 01:00 4.2          
Sa 08.03.2008 NW 07:37 0.3          
Sa 08.03.2008 HW 13:34 4.0          
Sa 08.03.2008 NW 19:58 0.4          
Grafik markiert Tageswechsel
So 09.03.2008 HW 01:39 4.3          
So 09.03.2008 NW 08:19 0.3          
So 09.03.2008 HW 14:10 4.0          
So 09.03.2008 NW 20:38 0.3          
Grafik markiert Tageswechsel
Mo 10.03.2008 HW 02:16 4.3          
Mo 10.03.2008 NW 08:53 0.3          
Mo 10.03.2008 HW 14:44 4.0          
Mo 10.03.2008 NW 21:10 0.3          
Grafik markiert Tageswechsel
Di 11.03.2008 HW 02:53 4.3          
Di 11.03.2008 NW 09:25 0.3          
Di 11.03.2008 HW 15:19 4.0          
Di 11.03.2008 NW 21:37 0.3          
Grafik markiert Tageswechsel
Mi 12.03.2008 HW 03:33 4.2          
Mi 12.03.2008 NW 09:56 0.4          
Mi 12.03.2008 HW 15:56 4.0          
Mi 12.03.2008 NW 22:06 0.4          
Grafik markiert Tageswechsel
Do 13.03.2008 HW 04:14 4.1          
Do 13.03.2008 NW 10:28 0.5          
Do 13.03.2008 HW 16:33 4.0          
Do 13.03.2008 NW 22:39 0.5          
Grafik markiert Tageswechsel
Fr 14.03.2008 HW 04:57 4.0          
Fr 14.03.2008 NW 11:01 0.7          
Fr 14.03.2008 HW 17:14 3.9          
Fr 14.03.2008 NW 23:18 0.5          
Grafik markiert Tageswechsel










Wattwanderungen
Zu Deiner eigenen Sicherheit solltest du Wattwanderungen NIE ohne einen fachkundigen Wattführer unter- nehmen! Sonst kann eine Wattwan- derung lebensgefährlich werden, wenn Du z.B. von der Flut überrascht wirst.

Ein Wattführer kennt sich hingegen gut in „Seinem“ Gebiet aus. So machst Du nicht nur eine sichere Wattwanderung, sondern Du kannst auch noch viel über den Lebensraum Wattenmeer lernen!


Ein kleiner Priel läuft auf. Die Aufnahme zeigt das Auflaufen in Originalgeschwindigkeit. Gerade Priele sind für unkundige Wattwanderer ein hohes Gefahrenpotenzial.

Denn zwischen zwei Prielen, (ziehe oberes Bild) läuft das Watt als erstes auf. Priele sowie Kleine wie auch Große und Breite Priele, (siehe unteres Bild) haben oft eine unerwartete starke Strömung, die auch Leitungsschwimmer mitreißen können. Gerade große Priele die zum baden einladen bringen hohe Gefahren mit sich.

Bei Flut können große und breite Priele binnen Minuten um Hunderte von Metern anwachsen. Wer nun denkt 0,5 Meter pro Sekunde sein nicht viel täuscht er sich, denn große Priele wachsen nicht nur in der Länge, sondern auch in der Breite an.


Daher immer eine geführte Wattwan- derung oder mit Ortskundigen raus gehen.
Wattwandern - Worauf ist zu achten?

 1.Geht nie alleine ins offene Watt. Am besten schließen Euch einem einheimischen Wattführer oder Jugendliche an, die sich auskennen.

 2. Erkundigt Euch über die Hoch- und Niedrigwasserzeiten im Internet, oder in der Regionalpresse und nehmt eine Uhr mit ins Watt. Die Tidezeiten sind von Ort zu Ort sehr unterschiedlich. Erkundigt Euch sich daher vor Ort über die Tidezeiten.

 3. Beachtet die Wettervorhersagen. Das Wetter kann schnell umschlagen.

 4. Nehmt als Orientierungshilfe einen Kompass mit ins Watt und bleibt auf  Sichtweite zum Land.

 5.Geht niemals bei kommender Flut ins Watt. Am besten beginnt man ca. 2 Stunden vor Niedrigwasser.

 6. Die Priele laufen nach dem Niedrigwasser zuerst voll und haben starke Strömungen. Lasst deshalb nach Niedrigwasser keinen Priel zwischen Euch und dem nächsten Land kommen, sondern verlasst, dass Watt unverzüglich.

 7. Meldet Euch, vor Beginn der Wattwanderung bei Euren Eltern ab.

 8. Geht nur bei Tage ins Watt. In der Dunkelheit verliert Ihr sehr leicht die Orientierung. Tragt Geeignete Kleidung. Im Watt ist die Gefahr eines Sonnenbrandes besonders hoch. Daher T-Shirt oder sogar ein langes Hemd oder Sweatshirt.

Tragt an den Beinen am besten eine lange Hose (Jeans). Geht mit Schuhen ins Watt auch wenn es andere nicht machen. Denn im Watt verborgen sind scharfkantige Muscheln. Durch das Schwenken der Kleidung kann man bei Gefahr auf sich aufmerksam machen (daher gut sichtbare Farben wählen).

10. Beachtet unbedingt die Warnungen und Ratschläge der Einheimischen, da sie das Watt und die Nordsee kennen.

11. Einige Verkehrsvereine und Kurverwaltungen bieten organisierte Wattwanderungen für Kinder und Jugendliche an.

12. Bitte stört nicht die Tiere, die im Nationalpark Wattenmeer leben und pflückt keine Pflanzen, damit das Wattenmeer in seiner Schönheit und Einmaligkeit erhalten bleibt. Entsorgt bitte Verpackungs- material und sonstigen Müll an Land in den dafür vorgesehenen Behältern.

Abhängig von der Art des Watts geht man entweder barfuss (Sandwatt)
oder mit hohen, geschlossenen Schuhen, Sneakers / Halbschuhe (Schlickwatt) wandern. Im Sandwatt ist das Laufen ohne Schuhe angenehmer und so erhalten die Füße eine natürliche Massage.

Im Schlickwatt sind Schuhe notwendig, damit die im Watt befindlichen Muscheln nicht die Füße und Beine verletzen.

Das Wandern in dieser weiten Landschaft, in der sauberen Luft ist sehr erholsam und fördert den Stressabbau. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Spaßeffekt, den das Wandern im Watt bereitet. Hier sind die Empfindungen sehr unterschiedlich - die einen genie
ßen es, bis zu den Knien im Schlick umherzuwaten, für andere ist der Schlick einfach widerlich.

Sicherheitshinweise für eine Wattwanderung
Auf einer Wattwanderung, sollte man einige Sicherheitshinweise beachten - insbesondere wenn man alleine im Watt unterwegs ist.

Beta 2Das Watt sollte nur während der Ebbe und unter ortskundiger Führung betreten werden. Die Flut, kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 bis 3 Seemeilen (=5 km) pro Stunde auflaufen und Priele können den Rückweg zum Ufer abschneiden. Ohne Uhr und Kenntnis des nächsten Niedrigwassers sollte man nicht ins Watt gehen.Beta 1

Beta 2Im Watt ist auf Grund der Reflexion des Sonnenlichtes auf dem nassen Boden, die Sonnenstrahlung sehr intensiv. Daher sollte man vorher reichlich Sonnencreme auf die Haut auftragen.

Seenebel kann sehr plötzlich auftreten. Um die Orientierung nicht zu verlieren, sollte eine Wattwanderung nur mit Kompass stattfinden.

Zivilisationsmüll ist auch im Watt zu finden. Scherben - aber auch kleine Muschelstücke - können die Füße verletzen. Es empfiehlt sich, vorsichtshalber Schuhe an zuziehen.

Bei Gewitter sollte das Watt nie betreten werden. In der weiten, flachen und feuchten Landschaft ist die Gefahr eines Blitzeinschlages sehr groß.

Landmarke Leuchttur

Merkt Euch bevor Ihr ins Watt geht, eine markante Landmarke, ein Leuchtrum oder andere Landmarken. Geht nur soweit ins Watt wie Ihr, die Landmarke noch gut erkennen könnt. Eine Faustregel besagt, nie weiter als 800 bis 1500 Meter, denn Ihr müsst noch durch dem Schlamm zurückgehen. Wichtig geht nie alleine ins Watt, denn nach 400 Meter hört keiner mehr Eure Rufe!...

Das Wattenmeer ist ein seichtes Küstengewässer im Bereich der Nordseeküste der Niederlande und Deutschlands. Die Friesischen Inseln (West-, Ost- und Nordfriesische Inseln) bilden für das Wattenmeer eine Art schützende Barriere gegen die Nordsee. 

Der Wattwurm

Alge im klaren Nordseewasser

Vogelspurren im Watt
Der Lebensraum Watt
Nehmt nichts mit - außer Bildern und Eindrücken lasst nichts zurück - außer Eure Fußstapfen.

Das Ziel des Nationalparks Wattenmeers ist die Bewahrung des Naturerbes für künftige Generationen, die ungestörte Entwicklung “Natur, Natur sein lassen” und die Erholung und das Naturerlebnis.

Der Nationalpark Wattenmeer ist in drei verschiedene Schutzzonen unterteilt:

1. Ruhezone

Die Ruhezone umfasst die empfindlichsten Landschaftsteile des Nationalparks. Hier gelten die strengsten Schutzbestimmungen.

Die Ruhezone darf nur auf den zugelassenen, markierten Wegen und Flächen betreten werden. Zum Teil sind örtliche / zeitliche Sonderregelungen zu beachten.

2. Zwischenzone

Hier gelten im Grundsatz die gleichen Schutzbestimmungen wie in der Ruhezone, dass Wandern außerhalb der Wege und Ausnahmen, von den Verboten sind aber der geringeren Empfindlichkeit wegen möglich.

Eine Ausnahme bilden die Salzwiesen, die in der Brut- und Aufzuchtzeit der Vögel vom 1. April bis zum 31. Juli nur auf den zugelassenen Wegen, betreten werden dürfen. Für Teile der Zwischenzone, gelten örtliche / zeitliche Sonderregelungen.
Erholungszone - Erholung im Watt
In diesem Bereich des Nationalparks sind grundsätzlich alle Aktivitäten erlaubt: Baden, Lagern, Aufenthalt, Angeln, Muscheln sammeln, Sport usw. Dennoch ist darauf zu achten, dass keine Störungen in den angren- zenden Ruhe- und Zwischenzonen z. B. durch Lenkdrachen verursacht werden.

Schilder
Bitte beachtet die Betretens- verbots und Hinweisschlder. Ihr werdet Euch besser im Natio- nalpark zurechtfinden und Tiere und Pflanzen weniger stören.
Wattwanderungen
Bleibt bei der Gruppe - zu Eurer eigenen Sicherheit und um unnö- tige Störungen zu vermeiden.
Wege
Die ausgewiesenen Wege erschlie- ßen Ihnen die Natur in ihrem vollen Reichtum. Bitte weicht nicht von ihnen ab. So schützt Ihr die Tier- und Pflanzenwelt.
Hunde
Im gesamten Nationalpark dürfen Hunde nicht frei laufen. Beachtet auf die örtliche Regel- ungen! An bestimmten Deich- und Wegeabschnitten ist das Mitführen von Hunden grund- sätzlich - also auch angeleint - nicht gestattet!
Dünen
Um die Pflanzendecke in den Dünen zu erhalten, sind vielerorts Stege und Wege gebaut worden. Benutzt nur diese zum Spazier- engehen und Wandern. Beachtet die mit einem "Dünen- kreuz" (Abb. links) markierten Dünenüberwege.
Drachen 
Wenn Ihr Drachen steigen lässt, achtet bitte darauf, dass benach- barte Ruhe- oder Zwischenzonen hierdurch nicht beeinträchtigt werden. (s. o. "Vögel").
Geschützte Pflanzen
Nehmt bitte besondere Rück- sicht auf die geschützten Pflan- zen der Salzwiesen und Dünen. Im Nationalpark dürfen grund- sätzlich keine Pflanzen abge- pflückt werden.
Autos
Fahrt mit dem Auto nicht bis an die Wasserkannte. Außerhalb von ausgewie- senen Straßen und Plätzen sind die Kraft- fahrzeuge im Nationalpark verboten.
Vögel
Als Wanderer oder Wassersportler solltet Ihr Vogelansammlungen meiden und sich auf keinen Fall dichter als 500 Meter annähern. Stört die Tiere, beim Fressen, bei der Ruhe und Rast, beim Brüten oder bei der Mauser.
Zelten
Durch wildes Campen werden Pflanzen zerstört und Tiere empfindlich gestrört. Baue Dein Zelt deshalb nur an den dafür vorgesehenen Plätzen auf.
Füttern
Bitte füttert keine wildlebenden Tiere wie Enten, Möwen oder Fasane.
Lärm
Genieße die Ruhe und lausche auf die Natur. Dein Radio lass zu Hause und verhalte dich ruhig. Sonst schreckst Du Tiere auf und störst dadurch ihren Lebensrhythmus.
Seehunde
Um die Seehunde an ihren Liegeplätzen nicht zu stören, auf denen auch die Jungen geboren und gesäugt werden, haltet bitte,  einen Abstand von 500 m zu Sandbänken.
Müll
Entsorgt niemals Müll im Watt. Alleine eine achtlos wegge- worfene Tüte, kann viele Tiere das Leben kosten. Wirft Euren Müll, in die Müllständer die es überall auf die Deiche gibt



Ein kleiner Seehund (Heuler) liegt am Strand...
Junge Seehunde werden auf Sandbänken geboren und von ihren Müttern stundenlang allein gelassen. Viele denken, dass es von seiner Mutter verlassen wurde. Unkundige fassen es sogar an.

Das ist meistens nicht der Fall. Doch wenn Menschen um den jungen Seehund herum stehen oder gar Hunde daran schnuppern, traut sich die Mutter nicht mehr zu Ihr Junges. Halte daher weit Abstand oder besser geht gar nicht erst in dessen Nähe. Denn wenn erst das Junge nach Euch richt, oder nach einem
Hund, wird sie es nicht mehr säugen. In dem Fal lverlässt sie Ihr Junges und der Seehundjäger muss es einfangen und zu einer Seehundaufzuchtstation bringen. Dort muss es aufgepäppelt werden, bis es groß genug ist, um wieder freigelassen zu werden. Die Seehundstation in Friedrichskoog zog 2006, 35 Heuler auf. Aber nicht alle werden rechzeitig gefunden, verhungern oder müssen erschossen werden. Wenn ein junger Seehund, noch am nächsten Tag alleine ist, verständigt bitte die Kurverwaltung oder die Rettungsschwimmer am Strand. Die wissen was zu tun ist.
 
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