Skateboard hin oder - Skateboard überall!.

Wie wäre es mal mit einem Museums-besuch? ... Was keine Lust, die verstaubten Dinge anzusehen? Na wie wäre es dann mal mit dem Skateboard Museum in Stuttgart, das einzige in Europa? Na das hört sich doch gut an - ist es auch! ...

Der Eintritt ist frei. Führungen für Schulklassen auf Anfrage. Das Skateboard-Museum im Keller des Stuttgarter Filmhauses zeigt hunderte Exponate rund um das Thema Skateboard - von neuen hochleistungs Skateboard oder  geschred- derte Bretter über Sneakers und Klamotten bis hin zu Zeitschriften und Plakaten.

Der Laden zeigt super die technische Entwicklung des Skateboards. Ebenso kommt auch die soziale und gesellschaft- liche Entwicklung des Skateboardens und die Einflüsse der Skater in der Kunst und Literatur. Filme und Videos zum Thema Skateboard begl
eiten die Ausstellung. Ehrlich unsere Meinung dazu? Nichts wie hin es lohnt sich.

Der Eintritt ist frei, jedoch sollte jeder eine kleine Spende bereithalten - das ist nicht nur Fair dass wäre auch cool von Euch! ...

http://www.skateboardmuseum.de/
History des Skateboardens

Die Historie des Skateboards und des Skateboardens, begann am Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. Jedoch sahen die Skateboards, von damals nicht so aus, wie die heutigen. Abgesehen von den vier Rädern, ähnelten sie noch stark Tretrollern. Nach und nach montierten die Kids, von damals die Lenkstange ab, so dass sie nur noch das Board hatten. Kurz darauf wurden die Achsen entwickelt, so das dass Board kippbarer und wendiger wurde.

Im Jahre des Herrn 1959 kam das erste Skateboard „Derby Board“ im Handel. Es wurde meist von Surfern verwendet um bei Windstille oder im Winter damit zu üben. Aber es wurde mehr. ein neuer Trendsport welcher sich schnell weiter entwickelte. Der Herausgeber Larry Stevenson des „Surf Guide“ promovierte den neuen Trendsport. Seine Firma „Makaha“ brachte 1963 die ersten rofessionellen Skateboards heraus.

Es bildete sich rasch, ein Skateboard Team dessen Aufgabe es war, dass Skateboarden zu verbreiten. So wurde 1963 das erste Skateboard-Contest, in Hermosa, Kalifornien ins Leben gerufen. Zu dieser Zeit wurde meist das Streetskaten nachgegangen. Schnell entdeckten einige einen neuen Kick, und fingen an in leeren Swimmingpools oder Abwasserkanäle zu skaten.

Mitte der Sechziger Jahre erlebte das Skateboarden einen Triefgreifenden Einbruch der einige Jahre anhalten sollte. Von da an, konnte man maximal in Kalifornien, vereinzelt auf Skateboarder treffen. Das sollte sich Mitte der siebziger ändern. Von da an, eroberte das Skateboard auch Europa, so das 1976 die ersten Skate-Parks in den USA entstanden. Die meisten der ersten Skate-Parks, es waren alles, Outdoor-Anlagen wurden wegen den hohen Versicherungssummen, bald wieder geschlossen. Damit erlebte das Skateboarden erneut einen großen Einbruch, der beinahe das aus bedeutete. Etliche Firmen gingen im Konkurs, oder machten sehr hohe Verluste. Um das Skateboarden wieder aufleben zu lassen, kam 1981 das „Thraher Magazine“ auf den Markt, das Skater mit Infos versorgte und die Szene festigte. Kaum das 1982 Tony Hawk den Contest in „Del Mar Skate Ranch“ gewann sahen die Skateboard-Hersteller wie Santa Cruz, Powell Peralta und Tracker ihre Große Chance.

Die Skateboards wurden verbessert. Sie bekamen ihr heutiges aussehen. Rasch wurden auch Skateboard,Videoswie das „Bones Brigade“ veröffentlich. Eine sehr große Anzahl von neuen Skateboard-Firmen erschienen. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten großen Idole wie Tony Hawk, Christian Hosoi, Lance Mountain und Neil Blender (Rampe), Mark Gonzales, Natas Kaupas und Tommy Guerrero (Streetskate) bekannt. Rodney Mullen wurde zum Freestyle-Idol, was diese Szene enorm im Schwung brachte. Nun wurden einige Bekleidungsfirmen aufmerksam. Diese entwickelten, Schuhe sowie Kleidungsstücke, die auf dem Sport zugeschnitten sind. Ein Ende ist nicht in Sicht da sich das Skateboarden ständig weiter entwickelt und eine immer größere Beliebtheit annehmt.


Geburtsstunde des Skateboardens
Um die genaue Geburtsstunde des Skateboards wie auch um seinen möglichen Erfinder ranken sich in der Skateboardszene allerlei Mythen. Tatsache ist, dass einfach niemand mehr genau weiß, wer wo das Skateboard erfunden hat. Es muss wohl in den späten 50er Jahren gewesen sein, als ein Surfer an der sonnigen Südküste Kaliforniens auf die Idee kam, sich mit Hilfe eines auseinander gebauten Rollschuhs, den er unter ein Holzbrett nagelte, ein Art „Asphaltsurfer“ zu bauen; so war das erste Skateboard entstanden. Die Surfer benutzten ihre Skateboards zu Beginn meist als „Sidewalksurfer“. Sie hatten dadurch auch an wellenarmen Tagen ein dem Surfen ähnliches Ergebnis – zwar nur auf dem Trockenen, aber immerhin. Standesgemäß fuhr man damals nur barfuss. Skateboarden hat also seine Wurzeln im Surfen und im Rollschuhlaufen. Die ersten Skateboards waren auch in der Form einem Surfboard nachempfunden. Sie waren relativ schlank, etwa zehn Zentimeter breit und ein gutes Stück kürzer als die Boards, die wir heute kennen. Das Board wurde durch einfache Körperverlagerung nach links oder rechts gesteuert.

Der erste wichtige Fortschritt in seiner Entwicklung kam mit der Erfindung des Kicktails. Man ließ am hinteren Ende des Bretts ein Stück über die Hinterachse überstehen, so dass man das Brett vorn anheben und es dadurch während der Fahrt manövrieren konnte, wenn man den hinteren Fuß auf dieses Tail stellte. Um 1965 waren die ersten fabrikfertigen Skateboards im freien Handel erhältlich. Aus dem bloßen Herumfahren an den Strandpromenaden entstanden auch bald die ersten Wettkampfdisziplinen: Freestyle, Slalom, Downhill, Hoch- und Weitsprung. Das Skateboard war nicht nur ein Sportgerät, sondern es diente auch wieder als Transportmittel. Viele große Skater sind mittlerweile zu Kultfiguren geworden.


Der legendäre TONY ALVA beispielsweise, der einer der ersten Poolshredder war und außerdem lange Jahre mit einem Satz über sieben leere Ölfässer den Weltrekord im Skateboardweitsprung innehatte. Auch die Vertikalskater "Steve Caballero, Mike Mc Gill und Tony Hawk" sollen nicht unerwähnt bleiben. Tony Hawk ist wohl schon seit Jahren der beste Skateboardfahrer der Welt. Kein anderer hat mehr Wettbewerbe gewonnen als er. Niemand sonst hat so viele Tricks erfunden, und es gibt auch keinen zweiten Skateboarder, der so beknadete hat wie er. Wie auch immer, Tony Hawk setzt auch noch heute die Maßstäbe in der Skateboardwelt. Und wenn es, ein Skatergott gibt, wäre er es.


Schräge Abwasserkanäle kamen wie gerufen, genau wie schräge Einfahrten und alles was schräg war und wo man mit dem Bord kurven konnte. Hier ließen sich Einfache tricks üben und gekonntes verfeinern. Dann damals gab es kaum Skateparks und wenn musste man diese mit einem Elektronenmikroskop suchen. Denn es gab die nur  vereinzelt und wen nur in großen Städten. Daher wurde alles genutzt was zum skaten gut war. Hieraus entwickelte sich Street-Skaten, da viele schnell erkannte das auch Treppen und Treppengeländer super geeignet sind.

Die Idee des Skateboardens ist wohl ein bisschen verrückt - wie die Menschen, die diesen Sport betreiben. Dennoch initiierte das Brett mit den zwei Achsen und vier Rollen seit Mitte der 80er Jahre in den USA und in Europa eine neue Jugendbewegung. Für diese Jugendlichen bedeutet ihr Skateboard Kreativität, Geschwindigkeit und eine ganze Menge Spaß. Sie verstehen es nicht nur als reines Beförderungsmittel oder Sportgerät, sondern sie verbinden damit eine ganze Philosophie. Skateboarding ist für sie eine positive Antwort auf die oft graue, eintönige Atmosphäre in den zubetonierten Stätten ihres Lebensumfelds. Es vermittelt ihnen ein Gefühl von Freiheit und Eigenständigkeit. Wenn ein Skateboarder die Bürgersteige entlangfährt, dann hat er das Empfinden der Überlegenheit gegenüber den anderen Passanten. Er ist schneller als sie, in seinem Blut rauscht das Adrenalin, Skater und Board verschmelzen zu einer Einheit. Man kann dieses einzigartige Gefühl wohl nur nachvollziehen, wenn man schon selbst einmal auf einem Skateboard gestanden hat. Speed und Radikalität sind im Fachjargon der Skater die zentralen Begriffe. Ein Skater kann auf seinem Board alle Aggressionen herauslassen, muss allerdings dabei sehr darauf achten, andere weder zu gefährden noch zu verletzen. Mit Radikalität ist die kompromisslose Einstellung des Skateboardfahrers gegenüber seinem Sport gemeint. Er muss immer bereit sein, alles zu geben und an die Grenze des Möglichen zu gehen. „Skate and Destroy“ war deshalb der Slogan der frühen 80er Jahre, ausgegeben vom Szenemagazin „Trasher Magazine“ aus San Francisco, Kalifornien.


Philosophie des Skateboardens
Dieses Motto ist jedoch kein Ausruf zur blindwütigen Zerstörung, sondern es soll vielmehr zur Radikalisierung der eigenen Fahrweise anspornen. „Push the limits“, ebenfalls eine populäre Devise aus dieser Zeit, gibt diese Auffassung in ähnlicher Form wieder. Denn wenn ein Skater auf sein Board steigt, schafft er sich durch seine Ideen und Phantasie seine eigene Welt. Wer immer am Limit fährt, wird die enormen Variationsmöglichkeiten erleben, die einem dieses Sportgerät bietet. Die dem Skateboardfahrer eigene Philosophie wird aber auch anhand von Äußerlichkeiten deutlich. Ein eigener Kleidungsstil, der die Zugehörigkeit zu einer Gruppe signalisiert, dient ebenso zur Abgrenzung von anderen wie eine eigene Sprachkultur. Sie ist vor allem der englische Terminologie entlehnt, die die spezifischen Skateboardtricks benennt. Außenstehenden sind die Bedeutungen dieser Fachausdrücke ebenso wie die Aussagen der unterschiedlichsten Aufdrucke auf den T-Shirts und den Boards der Skater meist schleierhaft. Für Sportler jedoch haben sie einen Sinn; sie sind Symbole eines eigenständigen Lebensstils. Skateboarder verstehen sich aber nicht als Anarchisten, sie wollen lediglich in einem gewissen Rahmen vom „Normalbürger“ abgrenzen.

Ob diesem „Lifestyle“ noch der alte Schwung des kreativen Andersseins innewohnt oder ob er inzwischen nur zu einem weiteren Modegag verkommen ist, wird in der Szene mittlerweile kontrovers diskutiert. Den Gründen und Ursachen dieser Entwicklung nachzuspüren soll aber nicht Inhalt dieses Referates sein. Vielmehr geht es darum, dass eigene Profil dieser noch jungen Sportart herauszustellen.

Das nächste Ziel sollte sein, dass Skateboarden, Rollerblading sowie BMX, einen Einzug und die Chance zu einer Olympischen Disziplin wie das Snowboarden erhalten. Denn weder Skateboarden noch Rollerblading oder BMX, sind eine Randsportart sondern, ein echter knallharter Sport, mit einem unvergleichbaren Lebensgefühl.

 
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