Rollerbladen

Der Rollerblade
ist ein sehr schneller Schuh mit vier, fünf oder mehr Rollen mal zwei! Daher erst üben, bevor ihr damit auf Straßen oder Gehwege skatet. Ideale Übungsplätze gibt es in jeder Stadt oder jedem Dorf, wie Parkplätze von Einkaufszentren oder Schulhöfe die am Wochenende selten benutzt werden. Auf jeden Fall einen Kurs mitmachen, damit ihr das richtige Fallen und bremsen lernt. Inline-Skating ist eine weltweit stark wachsende Freizeitsportart. Die Begeisterung für das Fortbewegen auf den "in-einer-Linie" angeordneten Rollen wuchs zu Beginn der neunziger Jahre besonders in den USA. Inden letzten zwei Jahren stieg die Zahl der Aktiven jedoch auch in Deutschland deutlich an, so dass mittlerweile über 8 Mio. Menschen diesen Sport betreiben.

Das Interesse am Rollerblading bleibt im Vergleich zu den meisten Skateboardfahrern nicht nur auf die Altersklasse der Kinder und Jugendlichen bis 19 Jahre beschränkt, auch wenn diese mit einem Anteil von 77% die zahlenmäßig stärkste Gruppe bildet. 

Mit 23% beteiligen sich zu knapp einem Viertel auch Erwachsene jenseits der Zwanzig, wobei Frauen mit 51%- und Männer mit 49%-Anteil gleichermaßen vertreten sind. Im Jahr 1996 wurden in Deutschland annähernd so viele Inline-Skates verkauft wie Kfz zugelassen wurden (ca. 4 Mio.). Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumgüterforschung in Nürnberg ist auch in den nächsten Jahren mit einem Zuwachs in diesem Trendsport zu rechnen.

Die Softschuhe sind mit einem Schnürsystem oder einem Schnallensystem am Schaft ausgestattet. Anders als beim Skateboard ist hierbei auf eine optimale Passform zu achten. Erst wenn der Inline-Schuh richtig sitzt macht das Skaten damit Spaß. Zu große oder zu kleine Schuhe sind eher ein Hindernis beim skaten. Deine Füße müssen sich in den Skates genauso wohlfühlen, wie in deinen coolen Skaterschuhen. Rollerblading die zum Nachmittag oder zum Abend hin gekauft werden, passen oft nicht. Deine coolen Skates dürfen nicht drücken, egal ob du barfuß oder mit Socken rein steigst.





Die Ausrüstung

Zur Rollerblading-Skating-Ausrüstung zählen die Inline-Schuhe und eine Schutzbekleidung.

Schuhe:
Die Wahl eines Inline-Skate-Schuhs richtet sich nach dem vom Fahrer bevorzugten Einsatzzweck, denn die Schuhmodelle weisen untereinander große Unterschiede auf, um den Ansprüchen der einzelnen Disziplinen zu genügen.

Wichtige Merkmale der Inline-Skates sind dabei:
Schuhbeschaffenheit
Verschlusssystem
Stabilität
Rollen und Kugellager


Bei der Schuhbeschaffenheit unterscheidet man Modelle mit Hartschale und Innenschuh sowie Modelle nur mit Weichschuh, wie sie z. B. beim Fitness-Skating favorisiert werden. Als Verschlusssysteme dienen Schnallen oder Schnürung, auch eine Kombination von beiden ist möglich. Aus der Schuhbeschaffenheit und der Art des Verschlusses resultieren unterschiedliche Stabilitäten der Inline-Skate-Modelle, besonders hohe Anforderungen an die Stabilität werden beim Inline-Hockey und beim Aggressive- und Stunt-Skating gestellt. Die Rollen der Inline-Skates variieren sowohl in ihrer Größe und Form als auch im Härtegrad. Kleine Rollendurchmesser von 41-65 mm mit flachem, hartem Profil kommen zum Teil beim Aggressive- und Stunt-Skating zum Einsatz, in den anderen Disziplinen schwanken die Größen zwischen 70 bis 80 mm mit spitz zulaufenden, weicheren Rollen. Preisklassen, je nach Bedarf und Qualität liegt die Spannbreite zwischen 70-250€, Spitzenmodelle kosten wesendlich mehr.





Schienen und Rollen

Die Schienen sind mit das Wichtigste an deinen Skates. Die können entweder aus Kunststoff, Alu, Magnesium oder aus Carbon sein. Kunststoffschienen sind zwar sehr leicht, aber längst nicht so robust wie Alu oder Carbon- Schienen. Für den Anfang reichen durchaus einfache Inline-Skates. Für das jumpen ins Wasser sind Skates von Aldi und Co ausreichend. Bei den Rollen gilt in etwa das selbe wie beim Skateboard, die sind hier auch nach Härtegrad und Größe sortiert. Im normalen Freizeitbereich genügen Rollen mit einem Durchmesser von 78 bis 82 mm. Kleine Rollen werden von Könnern und Profis verwendet, da die sehr schnell sind.

Die Härte der Rollen wird in Durometer angegeben. Im normalen Bereich genügen 78-82 A Rollen. 78 ger A Rollen und darunter haben eine bessere Bodenhaftung, federn besser aber nutzen schnell ab.

Mit ABCD wird die Präzision des Rollen-Lagers angegeben. Um so höher die Zahl (1,2,3 oder 7) um so genauer ist das Rollen-Lager. 



Bremstechniken
Für das Bremsen stehen dem Inline-Skater verschiedene Techniken zur Verfügung. Die sog. T-Technik, bei der die Rollen eines Skate-Schuhs im rechten Winkel zum Vorstehenden auf den Belag gedrückt und somit die Bremswirkung erzielt wird, scheint favorisiert zu werden. Hierbei wird der mediale Kniegelenksbereich des querstehenden Beines besonders beansprucht. Die Drehtechnik, bei der der Fahrer durch eine schnelle 180°-Drehung zum Stehen kommt, folgt an zweiter Stelle. Der bei den Schuhen im Fersenbereich integrierte Stopper dient mehr als einem Drittel zum
Bremsen, wobei bei älteren Schuhmodellen der Stopper durch Heben der Fußspitze eines Skate-Schuhs hinten auf den Bodenbelag gedrückt wird.

Bei hohen Geschwindigkeiten sowie in besonderen Fahrsituationen, wie z. B. bei Platzmangel vor einer Verkehrsampel, sind einige dieser Bremstechniken jedoch nicht anwendbar. Zu beachten ist daher, dass je nach spezifischer Situation spezifische Bremstechniken angewandt und natürlich auch beherrscht werden müssen, um zum sicheren Stand zu gelangen. Richtige Schulung der Bremstechniken ist daher notwendig.

Neuere Schuhmodelle sind teilweise mit einem speziellen Bremssystem ausgestattet, welches durch einfaches Vorschieben eines Skateschuhs und der dadurch bedingten Druckausübung des Unterschenkels auf den Schuhschaft den Stopper nach unten führt und somit eine Bremswirkung erzielt. Bei Unebenheiten der Fahrbahnoberfläche scheint die Wirkung dieses Systems jedoch begrenzt und nicht unproblematisch.


Geschichte des Rollerbladings
Die eigentliche Idee des Inline-Skatings ist nicht neu. Im Jahre 1760 leistete ein Belgier namens John Josef Merlin Pionierarbeit, indem er Metallräder an Stahlkufen von Schlittschuhen befestigte und erste Gleitversuche auf diesen Rollen unternahm.

Die Schuhe der neuen Generation wurden von den Gebrüdern Olsen 1980 in Minneapolis, USA, entworfen, die als Eishockey-Spieler eine neue Methode zur Ausübung ihres Sommertrainings suchten und daher Polyurethanrollen zusammen mit einem Gummistopper unter einem Hartschalenschuh anbrachten. Hieraus entstanden verschiedene Formen des Inline-Skatings, die offiziell von den internationalen Verbänden der Sportart in vier Disziplinen unterteilt werden.


Die Schutzausrüstung
Eine Schutzbekleidung besteht aus Helm, Handgelenkprotektoren, sowie Knie- und Ellenbogenschützern.

Da die Qualität der Schutzbekleidung nicht bei allen angebotenen Produkten gleich ist, sollte beim Kauf auf das TÜV-Siegel "Geprüfte Sicherheit" geachtet werden. Weitere Faktoren bei der Auswahl von Protektoren sind:

Polsterung und Schutzwirkung
Passform und Tragekomfort
Bewegungsfreiheit
Art der Befestigung

Die Notwendigkeit einer Schutzbekleidung unterstreichen die Ergebnisse einer Umfrage unter 1.036 Inline-Skatern mit Hilfe eines Fragebogens in der Angaben zur Sturzhäufigkeit beim Fahren auf Inline-Skates gemacht wurden.
Die Ursachen für ein Sturzereignis sind vielfältig. Eine Untersuchung hierzu erbrachte in 58% der Fälle Gleichgewichts- verlust als Sturzursache, in 25% eine Kollision mit feststehenden Objekten, in 11% Zusammenstöße mit Fahrrädern und in 5% mit Autos. Ähnliche Angaben fanden sich in einer Befragung von 137 Inline-Skatern, von denen zusätzlich 19% als Grund für einen Sturz das nicht mehr rechtzeitige Bremsen erwähnten.






















Rollerblade & Inline Diziplinen

Inline-Hockey
Das "Inline-Hockey" ist die ursprünglichste Art des Inline-Skatings und wird mittlerweile als Teamsport mit eigenen Turnieren und Ligen professionell betrieben. In Deutschland organisiert der Deutsche Inline-Skate Verband (DIV) die bundesweite Inline-Hockey-Liga, deren Landesmeister zum Ende einer Saison um den Deutschen Meistertitel kämpfen. Hierbei sind gemischte Teams (weiblich/männlich) zugelassen. Wichtigster Unterschied zum Eishockey ist dabei die "non-contact"-Regel, die einen übertrieben harten Körpereinsatz verbreitet, um unnötigen Verletzungen zu vermeiden.Beta_1

Speed-Skating
Das Speed-Skating findet Anlehnung an das Eisschnelllaufen und eröffnet eine Alternative zu anderen Ausdauersportarten wie Radfahren oder Laufen. Hierbei werden hohe Geschwindigkeiten von teilweise über 50 km/h erreicht. Zusammen mitdem DIV organisiert der Deutsche Rollsport-Bund (DRB) Veranstaltungen wie Volksläufe über kürzere Strecken, aber auch über die Halbmaraton und Marathondistanz.

Aggressive und Stunt-Skating
Die Disziplin "Aggressive- und Stunt-Skating" wird in die Bereiche "street" und "vert" (für vertikal) unterteilt. "Street" beschreibt das Fahren auf Treppen, deren  Geländern, Mauern und Bordsteinkanten, "vert" steht für das Fahren in sog. Half-Pipes. Wie beim Inline-Hockey und Speed-Skating messen sich die Anhänger dieser Disziplin in nationalen und internationalen Wettkämpfen.

Zudem werden eigene "Aggressive-Touren" und "Aggressive-Camps" angeboten, um den Nachwuchs zu fördern und zu schulen.
Freizeit und Fitness-Skating:
Das "Freizeit- und Fitness-Skating" steht für das Fahren durch Parkanlagen, Fußgängerzonen oder andere öffentliche Plätze und Straßen. Nach Angaben des DIV zählen rund 90% aller Aktiven zu diesem Bereich, so dass diese Disziplin den

Schwerpunkt des Inline-Skatings bildet. Als neuartige Nutzungsmöglichkeit von Inline-Skates entwickelt sich das "Off-Road-Skating", bei dem die Inline-Skater auf Gebiete jenseits der asphaltierten Flächen ausweichen und Wald- und Wanderwege, aber auch Schotterpisten und Berge als Fahrgelände aufsuchen. Bisher wird diese Form des Inline-Skatings jedoch noch nicht als eigenständige Disziplin von den Verbänden geführt und ist daher am ehesten dem Freizeit- und Fitness-Skating zuzuordnen. Inwieweit sich diese Variante durchsetzt, bleibt abzuwarten. Die genauen Zahlen der Aktiven in den einzelnen Disziplinen des Inline-Skatings lassen sich nur vermuten, da der Großteil nicht in Verbänden organisiert ist. 
Verhalten im Verkehr
Die Nutzung von Straßen besonders durch den hohen Anteil von Freizeit-Skatern erscheint problematisch, da verkehrsrechtlich Inline-Skates als Spielzeuge anzusehen sind und die Straßenverkehrsordnung das Spielen und somit das Benutzen von Inline-Skates auf öffentlichen Fahrbahnen, Seitenstreifen und Radwegen verbietet.

Auf Gehwegen und auf Fahrbahnen in reinen Wohngebieten besteht hingegen kein Fahrverbot, solange Fußgänger nicht gefährdet oder behindert werden.
Der DIV bemüht sich um eine Kooperation mit allen sport- und verkehrspolitischen Organen und Institutionen, um die Öffnung weiterer Flächen zum Inline-Skating, z. B. Radfahrwege, Schulhöfe, Turnhallen, zu beschleunigen.

 
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