|
 
|
|
Als
Schaumparty bezeichnet man eine
Tanzveranstaltung
(meist in einer Diskothek) bei der mit Hilfe einer Schaumkanone
Schaum
(mit einer
Höhe von bis zu 1,50 Meter) auf der Tanzfläche aufgebracht wird. Der
Schaum
wird meist aus einer speziellen Seifenlösung
hergestellt. Soweit die Lexikons.
Wer
noch nie auf
einer "Schaum-Party" war, muss sich das so
vorstellen: Ein Areal wird mit circa 1,50
Meter hohen Schaum wird jede halbe Stunde
mit Schaum geflutet. Pro Durchgang entstehen 160 bis 170 Kubikmeter
Schaum. Die
Besucher stehen dann bis zum Hals darin und tanzen zur Musik im Schaum
oder
machen andere Späße. Um stellt sich die Frage wo kommen Schaumpartys
her? Viele
würden nun vermuten dass Schaumpartys wie so vieles andere aus den USA
kommen.
Falsch! Schaumpartys sind da ehr eine Deutsche Erfindung. Es fing alles
sehr
klein an. Schaumpartys entstanden daraus, das die Feuerwehr in
kleineren
Ortschaften auf Festen wie Schützenfeste oder andere Veranstaltungen
präsentierte was diese drauf haben. Bei Löschvorführungen oder bei
Jugendfeste
der Freiwilligen Feuerwehr, wurde in den Löschkanonen die sonnst mit
speziellen
Löschsaum in betrieb genommen werden gewöhnlicher Badeschaum verwendet.
Aus
diesem Spaß entstand Ende der siebziger Jahre ein regelmäßiger Spaß. In
laufe
der Zeit ahmten es meist Dorffeste in ländlichen Discotheken nach.
Langsam und
allmählich fand, dieser Spaß in größere Ortschaften Einzug. Anfangs
wurden
Schaumpartys als Freilichtveranstaltungen angeboten.
In
Laufe der Jahre
entwickelten sich Schaumpartys zu Publikumsmagneten.
Bevor allerdings diese Veranstaltungen in den Großstädten Einzug
fanden, wurden
Schaumpartys auf Mallorca und Ibiza im großen Rahmen gefeiert. Dort
spezialisierten sich einige Firmen und Veranstalter auf diese Partys.
Anfangs
wurden Schaumpartys mit ausrangierten Schaumlöschpumpen der
Feuerwehren
angeboten. Erst Mitte der 1980 ziger Jahre, wurden spezielle
Schaumkanonen
entwickelt. Danach wurde anstatt gewöhnlicher Badeschaum, der schnell
zu Wasser
wurde ein spezieller Schaum hergestellt. Dieser Schaum musste hierbei
eine
Reihe von Eigenschaften erfüllen.
Diese Kriterien
mussten erfüllt werden, bevor Schaumpartys in großen Still
betrieben werden konnten. Nachdem sich Schaumpartys als ein beliebtes
Publikumsmagnet zeigten, veranstalteten erste Großraumdiskotheken. Seit
rund
zehn Jahren, haben Schaumpartys in den Sommermonaten einen großen
Zulauf.
Jedoch ist ein leichter Rückgang zu spüren, da große Diskotheken stehst
auf
neue Trends aus sind. Dies kommt wiederum ländliche Veranstaltungen
zugute. In
den ländlichen Räumen, haben größere Schaum sowie Poolpartys immer noch
einen
großen Zulauf.
Die
Zusammensetzung
der Schaummittel sind so geheim wie die Rezeptur eines
bestimmten Zaubertranks. Die Hautverträglichkeit ist ähnlich wie beim
Badeschaum, jedoch sind diese neutral, so das auch Besucher mit
empfindlicher
Haut ohne bedenken eine Schaumparty besuchen können.
Jedoch
sollten Menschen mit empfindlicher Haut, sowie wie mit Neurodermitis
oder Schuppenflechten hierbei Vorsichtig sein! Obwohl der Schaum
(meist) dermatologisch
getestet* ist, kann eine verstärkte Hautreizung
auftreten. Ebenso,
sollten
Schaumpartys bei stärkerem Sonnenbrand, oder bei Verbrennungen,
gemieden
werden. Ebenso sollte bei Asthma und chronisch Lungenkrankheiten von
Schaumpartys,
Abstand genommen werden. Das selbige gilt bei Herzkrankheiten. Jedoch
sollte
hier gesagt sein, Schaumpartys sind „a morz gaudi“ für jung und alt.
Achtung
Schaumpartys!
...
Bei
vielen Schaumpartys (das kommt besonders bei den schwarzen Schafen
oder aus Unwissenheit vor) wird Schaum, der zu Brandbekämpfung
bestimmt ist, auf die Tanzflächen geschäumt. Dadurch wird der Boden
extrem rutschig und ist zudem nicht einsehbar. Die Verwendung von
Feuerlöschschaum kann dazu führen, dass Personen, die unter dem
Schaum zu liegen kommen und eventuell durch den vorangegangenen Sturz
benommen sind ersticken. Begünstigt wird dies dadurch, dass
gestürzte Personen im Schaum und bei der in Diskotheken üblichen
Beleuchtung, nicht immer sofort entdeckt werden. Auch schwere
Hautreizungen wurden durch derartigen unsachgemäßen Partys hervor
gerufen. Dies betrifft meist Groß-Diskotheken in den bekannten
Badeorten, wo neben viel Sangria aus Eimern auch anderes konsumiert
wird.
Was
sich
die Dorf-Diskotheken und
etablierten Veranstalter nicht leisten können, kommt bei den
Groß-Diskotheken leider immer wieder vor. Solche Veranstalter zielen
dabei auf die Massen, da sie wissen das eine Hautreizung durch den
von ihnen verwendeten, wesentlich billigeren Feuerwehrschaum schwer
nachzuweisen ist, zu mal weit über die Hälfte am Strand oder vor
den bekannten „Kneipen“, meist einen Sonnenbrand haben. Daher
raten wir, wenn einen der Schaum Spanisch vorkommt, sollte man die
Party meiden.
Bei
einer
Schaumparty
kommt
unweigerlich
die
gesamte
Körperoberfläche
(trotz
Kleidung)
in
Kontakt
mit der der Seifenlösung. Daher muss deren korrekte
Herstellung unbedingt gewährleistet sein. Andernfalls sind
gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Reizungen der Haut, der
Schleimhäute sowie der Atemwege zu befürchten. Sollte man auch bei
fachgerechten Schaum eine Hautreizung bekommen, ist es ratsam so
schnell wie möglich seinen Hausarzt aufzusuchen oder in schweren
Fällen ins nächste Krankenhaus vorstellig werden, denn mit einer
großflächige Hautreizung ist nicht zu spaßen!
So
kam
es
im
Juli
2008
zu
einem
tödlichen
Unfall
bei
einer Schaumparty, in einem Luxushotel im
türkischen Badeort Antalia. Dabei starben drei Touristen durch einen
Kurzschluss, der beim Umreißen einer Schaumkanone ausgelöst wurde.
So
verurteilete
2006
ein
österreichisches
Gericht
im
sogenannten
„Schaumparty-Prozess“
drei
Männer
wegen
fahrlässiger Gefährdung mit Todesfolge zu sechs
Monaten auf Bewährung sowie zu Geldstrafen. 2004 war eine 17-jährige
bei einer Schaumparty im burgenländischen Oggau ausgerutscht und
zwischen einem aufblasbaren Pool und einer Einstiegstreppe gestürzt.
Dabei erstickte sie unter einem Schaumberg. Unter den Verurteilten
befand sich der Verleiher des Pools, der aufsichtführende
Mitarbeiter des Pool-Verleihers sowie einer der beiden Organisatoren
der Veranstaltung. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass
der Boden rund um das Becken zu rutschig und die Treppe zu instabil
war. Zusätzlich war kein ausreichendes Sicherheitspersonal vor Ort.
Dazu kam das die Schaumparty nicht von der zuständigen Behörde
genehmigt worden.
|

|
Schaumkanonen
In
Prinzip
arbeiten
alle
Schaumkanonen
nach
demselben
Verfahren
wie
ein
Schaumrohr
bei
der
Feuerwehr.

Die
Schaummittelbehälter
haben
ein
Fassungsvermögen
von
10
bis
25
Liter,
die
aus
Fässern
nachgefüllt
werden.
Nach
Bedarf
gibt
es
aber
auch
|
größere
Behälter.
Der
Ansaugschlauch
ist
ein
meist
transparenter
Kunststoffschlauch
bis
zu 1,5 Meter Länge, der mit dem
Mischer
verbunden ist, der am Ende angeschrägt wird damit er sich nicht am
Boden des
Schaummittelbehälters festsaugen kann.
Der
Zumischer dient dazu eine
bestimmte Menge des Schaummittel
dem Wasser
beizumischen.
Die Dosiereinrichtung
hat einen Einstellbereich. Sie wird benötigt um das richtige Verhältnis
zwischen Schaummittel und Wasser herzustellen.
Es
gibt
eine
Reihe
von
Schaumkanonen
auf
dem
Markt.
Je
nach
Art
der
Verwendung,
kann
am
zwischen
fest
montierte,
oder
bewegliche
Schaumknonen
wählen.
Es gibt auch
Schaumwerfer, mit
denen man durch das Publikum gehen kann und so gezielt einzelne
einschäumen
kann. Es sind aber auch ausrangschierte Schaumwerfer von den
Feuerwehren im
Umlauf, die allerdings einen höheren Wasserverbrauch haben. Fastalle
Schaumkanonen arbeiten mit einem Druck von 0,5 bar bis hin zu 2 bar.
Hier muss
unterschieden werden, ob der Schaum von der Decke herrab fällt oder
mittels von
Wasser oder Luftdruck, ins Publikum gelangt.
Das
aus
der
Treibdüse
mit
hoher
Geschwindigkeit,
austretende
Wasser
erzeugt
in
der
Fangdüse
einen
Unterdruck,
durch
den
das
Schaummittel
aus
dem
Behälter
mitgerissen
wird.
Das
selbsttätige
Regelventil bewirkt, daß auch bei wechselndem Wasserdurchfluß und
Druckschwankungen stets der eingestellte Prozentsatz Schaummittel
angesaugt und
zugemischt wird.
|
*Der
Begriff: "dermatologisch
getestet"
besagt zunächst nur, dass das
Produkt in Gegenwart eines Dermatologen getestet wurde - aber nichts
über das
Untersuchungsverfahren, die Unabhängigkeit der Prüfer oder die
wissenschaftliche Protokollierung der Untersuchungen an sich. -
Zurück
|
|
|
|