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Wir
möchten uns für die
Anregung
zu dieser Seite, sowohl auch für diese Informationen bei "Madam
Tiffy" bedanken ohne deren Hilfe, wir niemals etwas über den
Verein; "Verein zur Förderung Des Bekleideten Badens" gehört hätten.
Madam
Tiffy hat uns hilfreich zur Seite gestanden, sowie aus ihrer Jugend
und ihrer Leidenschaft "Des Bekleideten Badens" in drei
Gesprächen in ihren letzten Lebenswochen erzählt.
Diese Seite ist ihr
gewidmet.
Danke! ...
Der erste Verein
für das Bekleidete Baden.
In den 1930 iger Jahren kam mit dem
neuen Deutschlandbild und der Herrenrasse ein anderes Bewusstsein
auf. Männer konnten zum ersten mal unbehindert, ihre schönen und
stolze Körper zeigen und taten das zu genüge, während die Frauen
den Männern nacheiferten. So entstanden auch die ersten FKK Vereine,
die natürlich nur für arische Deutsche waren und somit für die
Herrenrasse. Nur was taten die Anhänger "Des Bekleideten
Badens? ..." Viele Anhänger Des Bekleideten Badens waren in
Gruppen organisiert und diese Gruppen waren nicht gerade klein. Sie
begangen sogenannte „Spaß Schwimmen“ zu organisieren. Das waren
nicht ernst zunehmende, ernsthafte Wettkämpfe, wo es um allen
möglichen Unsinn ging.
An erster Stelle war das
Eisbaden.
Männer Lustig bekleidet mit Zipfelmütze, Fliegerkombi und Tankwart
Uniformen (dazu später mehr), gingen so in den Eisigen Fluten.
Frauen kramten die alten Badekleider, ihrer Großmütter hervor und
folgten so den Männern ins Wasser. Jungs taten es den Männern nach,
jedoch hatten die meisten schon Uniformen an, die es später in den
Jugendorganisationen gab. Die Mädchen welche daran Spaß hatten,
schneiderten sich Kleider oder gingen als Ballerina ins eisige
Wasser.
Jedoch wurde es Mitte der 1930 iger Jahre immer
schwerer so zu baden, zumal der immer drastische Körperkult im
Vordergrund gestellt wurde. Dennoch bildete sich am 12.05.1933 um Artur
Barmbeck ein kleiner Verein, für die Anhänger Des Bekleideten
Badens. In derer Satzung wurden Vorschriften erarbeitet wie Frauen
und Männer, sich zu kleiden haben.
Bei Frauen kamen Kleider
ins Gespräch. Bei Männern kam die "Drei Schicht" in der
Satzung auf. Die erste Schicht, war die Unterwäsche aus gewebten
Leinen. Die bestand aus einer langen Unterhose und ein langarmiges
geknöpftes Unterhemd. Darüber trug man entweder einen gestrickten
Wollpullover oder ein Hemd mit oder ohne Krawatte. Als Hose diente
eine schwarze gewebte Wollhose. Über dieser Oberbekleidung kam
entweder eine einteilige Tankwart Uniform oder eine deutsche
Fliegerkombi. Als Strümpfe wurden Wollsocken verwendet. Die rechte
Wollsocke war rot die linke war grün. Als Schuhe dienten meist
einfarbige Sportschuhe oder Arbeiterschuhe, die etwas enger waren.
Damals sah die Satzung
vor, das die
Kleidung durch den Kombi eng an dem Körper gepresst wurde. Die
meisten Männer hatten noch einen blauen oder einen bunten Wollschall
um. Auf den Kopf kam eine rote Zipfelmütze. So gingen diese, teils
auch im Sommer in den Gewässern baden, die meisten verzichteten
dabei allerdings auf die winterlichen Wollsachen.
Bei den
Frauen war es nicht viel anders. Als Unterwäsche diente entweder ein
Nieder oder ebenfalls gewebte Leinen Unterwäsche, teils mit Korsett.
Darüber kamen meist ein bunter selbst gestrickter Wollpullover.
Entweder kam eine damals für Frauen typische Hose hinzu oder ein
bunter Rock. Der Rest war wie bei den Männern. Gelegentlich trugen
die Frauen einen Taillen betonenden Arbeits oder Fliegerkombi für
Frauen.
Deren Gruß war: „Petri Nass“ und als Antwort
„Gib Tuch“ ...
Jungs gingen meist mit Uniformen ins
Wasser, teils auch mit der Uniform ihrer Organisation. Jedoch bei
gewisse Vereinstätigkeiten kleideten sich die Jungs wie die Männer.
Mädchen taten in etwa das selbige, wie die Frauen. Jedoch hatte der
Verein "Verein zur Förderung Des Bekleideten Badens" in
Laufe der nächsten Jahre immer wieder Schwierigkeiten. So war ein
Mitglied im Vorstand ein Jude, dessen Vorstandsposten zur
Öffentlichkeit, inoffiziell nach außen, durch einen arischen
Deutschen ersetzt wurde. Obwohl dieser für die Öffentlichkeit vom
Vorstand entlassen wurde, ging er seinen Vorstandsposten bis zur
Deportierung nach. Leider ist nicht bekannt ob dieses Mitglied
überlebt hat oder wohin er kam. 1938 kam ein weiterer Skandal an der
Öffentlichkeit, dass eines der Mitglieder homosexuell war. Darauf
hin hatte der Verein eine Menge von Schwierigkeiten, zumal deren
Aktivitäten überwacht wurde.
Dennoch hatte der Verein einen
gewissen Zulauf. Zu den Olympischen Spielen von 1936, richtete der
Verein seine eigene Wettkämpfe aus, wo mit Kleidung und eng verpackt
Wettkämpfe, wie Schwimmen und Streckentauchen stattfanden.
Interessant ist zum dem, dass neben den olympischen Spielen von 1936,
der Verein seine eigene Wettkämpfe veranstaltete, wo sogar ein
Amerikaner und ein Schwede, wie auch ein Niederländer mitwirkten.
Artur Barmbecks Wunsch, diese Schwimmwettkämpfe olympisch werden zu
lassen, fand nicht mal unter den Vereinsmitglieder großes Gehör.
(Gibt es eventuell darüber Zeitungsberichte und Bildmaterial? ...)
Wir wissen das 1936 drei
Jungs deren
Jugendgruppe beitraten, einer davon hieß Karl, der U-Boot Karl
genannt wurde. Der zweite Junge hieß Matthias und der dritte Xaver
Andreas. Diese drei Jungs waren besonders aktiv und trugen dazu bei,
das die Mädchengruppe größer wurde. Mit Ausbruch des Krieges
September 1939, kämpfte der Verein, der mittlerweile nur aus wenige
Frauen, ältere kriegsunfähige Männer, sowie aus ein paar Kinder
und Jugendliche bestand ums überleben. Der Verein erlosch am
25/27.07.1943 mit
den Tod von Artur Barmbeck. Madam Tiffy konnte uns nicht mehr mit
Gewissheit sagen, ob Artur Barmbeck, tatsächlich so hieß, oder weil
er aus Barmbeck stammte.
Dennoch war das Bekleidete Baden,
nicht in Vergessenheit geraten. Als sich nach dem Krieg einige
ehemalige Clubmitglieder in Eisbadevereine beitraten, brachten diese
ihre Rituale mit ein. So sind noch heute in einige Eisbadevereine
Zipfelmützen, Wollschals und rote und grüne Wollsocken zu sehen.
Uns würde an dieser Stelle interessieren, ob es noch Vereine gibt,
wo ehemalige Mitglieder des hier erwähnten Vereins beitraten. Da wir
durch Madam Tiffy, wissen das, diese ihre Rituale einführten, hoffen
wir darüber etwas mehr zu erfahren.
Was ist jedoch mit den
Anhängern, des „Bekleideten Badens“, die ganzjährig so
schwimmen oder baden? Mit der Auflösung des kleinen Vereins, der nie
größer war als 30 bis 40 Personen, ging diese Art des Badens und
Schwimmens nie verloren. Einige ehemalige Vereinsmitglieder, darunter
ein Herr „Klaus Heinrich“ versuchten in den 1950 iger Jahren neue
Vereine zu gründen. Zwei ehemalige Mitglieder waren in den Gebieten
der ehemaligen DDR ( Herr „Jürgen Ottner“ und Herr „André
Dietrichs“ ) und wurden, durch die stark aufkommende und staatlich
geförderten FKK Welle, so „Ausgebremst“, dass jegliche Versuche
sinnlos waren. Die Anhänger des „Bekleideten Badens“ waren in
der absoluten Minderheit. Der Kontakt zu Madam Tiffy riss 1961
schlagartig ab.
Uns würde interessieren, gibt es noch
ehemalige Mitglieder, oder eine Person die uns mehr erzählen kann?
Wenn ja würde es uns sehr freuen wenn sie oder er sich melden würde.
Falls es keine ehemalige Mitglieder mehr geben sollte, könnte uns
jemand, wie Familienmitglieder, Vereine etwas berichten. Uns würden
Vereinszeitschriften, Vereinsblätter, mit Termine und Treffpunkte
sowie Badeplätze und Fotografien sehr interessieren. Madam Tiffy
hatte uns etwas über ein Kaffee an der Alster berichtet (der Name
ist leider nicht mehr bekannt), wo der besagte Verein Krabbenbrote
aß. Nicht weit vom Kaffee hatte der Verein seinen Badeplatz in der
Nähe war ein Kanu oder Ruderverein. Gibt es eventuell noch eine
Kellnerin/Kellner/Aushilfskellner oder Kaffee-Inhaber die uns etwas
sagen können?
Wir wissen Zeit spielt in
diesem
Fall eine große Rolle.
Wir wären über Hinweise, wie
welches Kaffee, Vereinszeitschriften oder Vereinsblätter,
Vereinstermine oder auch an Fotografien, sowie Zeitungsberichte
interessiert. Um so mehr würde es uns freuen, wenn sich ein
ehemaliges Vereinsmitglied melden würde. Wir wissen wie erwähnt,
das es eine Kinder und Jugendgruppe gab und hegen daher die Hoffnung,
dass sich andere Mitglieder melden. Leider reichte die Zeit, mit
Madam Tiffy nicht mehr aus, um von ihr zugesagte Fotos, wie auch
Mitteilungsblätter und erhaltene Schriftstücke zu erhalten. Daher
hoffen wir, dass sich ehemalige Mitglieder oder Familienmitglieder
melden. Wir wissen durch Madam Tiffy, das einige ehemalige Mitglieder
in Schwimm und Eisbadevereine gegangen sind.
Bitte nur
ernsthafte Meldungen, da uns die Angelegenheit sehr am Herzen liegt.
Leider konnte uns, die sehr liebenswürdige Madam Tiffy nicht mehr
sagen, ob der Verein eingetragen war. Umso mehr würde es uns freuen,
wenn sich welche erinnern könnten.
Deren Gruß war: Petri
Nass und als Antwort Gib Tuch! ...
Diesen Gruß finden wir sehr markant und hegen die Hoffnung, das sich
welche erinnern. Wir wissen
es sind beinahe 70 Jahre zwischen heute und damals und die Zeit
rinnt. Wir würden uns sehr freuen, falls es noch ehemalige
Mitglieder gibt, die uns etwas erzählen können oder zumindest
Vereine wie Schwimmvereine und Eisbadevereine, Zeitungen oder
Regional Zeitungen. Sie würden uns damit eine sehr große Freude
machen! ...
In dem Sinne:
Petri Nass
wet-skater.de
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