Mücken und Wespen können einen, den Grillabend am Badesee oder am Strand komplett verderben. Dauernd schwärmen Wespen um einen herum und wollen an der Wurst und Ketchup teilhaben und in den Pommes, ist gleich ein halber Wespenschwarm eingedrungen. In der Cola ertrinkt Mitleid erregend eine junge Wespe, die gerettet werden möchte, und aus Dankbarkeit sticht sie einen gleich in der Hand, bevor diese deswegen erschlagen wird.


Kaum ist es Abend und die Wespen sind sicher in ihrem Wespennest, da kommen wie in einer biblischen Plage, Millionen von Mücken auf einem zu und verderben gänzlich den Abend. So sitzt man im Zelt, die Würste verbrennen auf dem Grill, das Lagerfeuer lockt nur noch einen verirrten Flugzeugträger an und man verpasst deren Strandung und das nur, weil erst die Wespen und dann die Mücken, einen den Tag und den Abend verdorben haben.


Im sicher geglaubten Zelt, schwirren einen gleich vierzig Stechfliegen um die Ohren und verderben den Abend endgültig. Dann als man meint, sich von den stechenden Tierchen endlich befreit zu haben, dann fällt der Lichtkegel der Taschenlampe auf einer Armee von Zecken. Wie Ihr diesen Horrortrip entgeht, sagen wir Euch auf dieser Seite:


Zecken, Mücken & Co








Oft übersehnen wir, die Gefahren, welche beim Baden lauern. Nicht häufig sind es ehr kleine aber dafür gemeine Wesen, die jeden auflauern der sich in ihrer Nähe traut. Kleine Tierchen, die auf dem ersten Blick harmlos aussehen, können jeden das Frühjahr oder den Sommer vermiesen.

Wo bekommt man Zecken?
Zecken leben vor allem an Waldrändern, in Waldlichtungen und an waldigen Ufersäumen. Zecken lassen sich nicht, wie früher viele glaubten, von Bäumen fallen, sondern sie hocken an der Spitze von Gräsern oder Kräutern in einer Höhe von 20 cm, 30 cm bis 70 cm. Streift der Skater, auf der Suche nach schlammigen Stellen, mit der Hose oder mit den Beinen daran vorbei, klammern sich Zecken an einem fest und suchen sich einen passenden Ort, um sich festzubeißen.

Ein Monster? Nein! Nur der Saug und Stechapparat der Zecke
Zecken vertragen keine allzu große Trockenheit. Besonders zahlreich sind sie also, wenn es am Vortag geregnet hat und nun heiß wird.

Fortpflanzung

In ihrem Sexualleben haben Blutegel zwittrige Eigenschaften, dass heißt sie sind in ihrer ersten Lebensphase Männchen und werden erst in einer späteren Lebensphase zu einem Weibchen. Die weiblichen Blutegel legen nach ihrer Begattung in Röhren im feuchten Schlamm bis zu 30 Eier ab, aus denen dann wieder neue Blutegel schlüpfen.

Zecken richtig entfernen
Zecken richten sich bei der Auswahl der Bissstelle nach Wärme, Feuchtigkeit, Geruch und Helligkeit. Praktisch heißt das, sie können sich überall festbeißen. Am besten ist es, sich von jemandem anderen den Rücken oder die Kopfhaut untersuchen zu lassen. Ansonsten sollte man sich nicht schämen, vor dem Spiegel Verrenkungen zu machen. Hat man eine Zecke entdeckt, die sich bereits festgebissen hat, so sollte man sie unverzüglich entfernen. Sie vorher mit Öl oder Kleber abzutöten ist out. Hierdurch entsteht hohe Infektionsgefahr. Der Zecke wird es schlecht und erbricht, ihren Mageninhalt in der Wunde.


Am besten ist es, die Zecke an der Basis mit den Fingernägeln oder noch besser mit einer Pinzette zu packen und herauszuziehen. Dabei sollte man versuchen, nicht die ganzen Innereien der Zecke in die Wunde zu quetschen, sondern den Leib der Zecke möglich unbeschädigt zu lassen. Oft verbleiben beim Entfernen der Zecke Teile ihrer Mundwerkzeuge in der Haut, dann ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen.
Es gibt drei Entwicklungsstadien bei der Zecke
Larvenstadium
ca. 0.5 mm
Nymphe
ca. 1.5 mm
Männchen
2.5 - 3.5 mm
Weibchen hungrig
3.5 - 4.5 mm
Weibchen vollgesogen
ca. 10 mm





 



Hat sich eine Zecke festgesetzt, so sollte sie so schnell wie möglich aus der Haut entfernt werden.

Aber Vorsicht! Das Tier nicht zerdrücken! Und auf keinen Fall mit Öl (oder auch Uhu) ersticken – wie es früher mal empfohlen wurde. Am elegantesten bekommt man eine Zecke mit einer sog. Zecken-Zange problemlos raus.

Solche Zangen gibt es in der Apotheke.

Die richtige Entfernung einer Zecke will gelernt sein. Prof. Dr. W. Boeckeler (Uni Kiel) gibt hierzu zu bedenken: Die "Zeckenzange", die in Apotheken und auch in manchen Supermärkten angeboten wird, ist nicht gut geeignet, wenn sie beim Herausdrehen der Zecke deren Hinterkörper andrückt.

Und das ist dann der Fall, wenn die Zecke schon gesogen hat. Grund: die Borrelien befinden sich besonders im Darm der Zecke und der Druck auf den Hinterleib würde sie wie einen Pumpball noch verstärkt von dort in die Stichstelle injizieren. 








Rote Gebierte sind FSME-Gebiete
Welche Krankheiten übertragen Zecken?
FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) oder Hirnhautentzündung.

Die FSME äußert sich oft durch Kopfschmerzen oder Fieber. Die Symptome können jedoch sehr schwach sein. Dennoch ist es wichtig, schnell einen Arzt aufzusuchen. Ist die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten, kann man sich auch nach der Infektion impfen lassen. Wird sie zu spät diagnostiziert, kann das bleibende Schäden, wie Lähmung, zur Folge haben.

Gegen die FSME kann man sich impfen lassen. Es gibt eine kleine Impfung und eine Langzeitimpfung.

Beide bestehen aus drei Teilimpfungen, die über einen Zeit- raum von zwei Monaten bzw. einem Jahr verabreicht werden. Die eine Impfung hält 1-2 Jahre, die andere ca. 5 Jahre. Geimpft wird mit abgeschwächten Viren. Die Impfung ist allerdings nicht völlig risikofrei.

Borreliose

Die Borreliose ist eine Bakterien-erkrankung, die sich oft, aber nicht immer, durch eine kreis- oder ringförmige Rötung um die Bissstelle ankündigt. Diese Rötung kann anfangen, ihre Lage zu verändern „Wanderröte“. Die Borreliose kann durch Antibiotika sehr gut behandelt werden, kann aber, wenn sie nicht behandelt wird, ebenfalls schwerwiegende Folgen haben.

Sytematik

Zoologisch gesehen gehören die Zecken zu den Milben. Sie unterscheiden sich von den anderen Milben z.B. durch die Lage der Tracheenöffnungen. Die Tracheen sind die Atmungsorgane. Bei den Zecken liegen die Atemöffnungen auf dem Bauch zwischen dem dritten oder dem vierten Beinpaar kann durch Antibiotika sehr gut behandelt.

Mücken

Gemeine Stechmücke


Mückenstiche


Anopheles Mücke


Mückenstiche
Stechmücken schwärmen im Sommer hauptsächlich in der Dämmerung aus und können den Aufenthalt im Freien vermiesen.

Vorsicht bei chemischen Abwehrmitteln
Chemische Mittel zum Auftragen auf die Haut sind zwar meistens wirksam. Doch was den Mücken schadet, schadet auch den Menschen. Einige Mückenschutzmittel enthalten zum Beispiel DEET oder DMP. Das sind chemische Stoffe, deren Wirkung auf den Menschen sehr umstritten sind. Vor allem bei häufiger Anwendung und bei empfindlicher Haut können sie 
Gesundheitsschäden hervorrufen von Hautreizungen bis zu Nerven störungen.

Biologische Alternativen
sind meinst Unschädlich, dafür aber meist auch weniger wirksam. Es sind biologische Mittel zum Auftragen auf die Haut. Sie beruhen auf der Basis ätherischer Öle wie zum Beispiel Zitrone, Zedernholz, Lavendel und Nelken - Gerüche, die Mücken nicht mögen. Wieso diese Gerüche die Blutsauger vertreiben, ist noch nicht klar. Beta_1

Mückenstiche
kennt jeder. Wer kennt nicht das hohe Sirren, wenn sich eine Mücke im Dunkeln anschleicht. Wohl jeder ist schon einmal von einer Mücke gestochen worden. Die Stichstellen jucken meistens sehr stark und sind gerötet. Meistens schwellen die Stichstellen auch an. In selteneren Fällen entstehen sogar Blasen. In Ausnahmefällen können nach einigen Monaten an den Einstichstellen Knötchen entstehen. Diese Knötchen haben meistens eine braunrote Farbe und eine ovale Form. Sie werden auch Histiozytome genannt. Ursache ist die Verletzung der Haut. Histiozytome können sich auch aus kleinen Verletzungen durch Dornen oder Stachel von Pflanzen entwickeln. Grund ist eine überschießende Narbenbildung um die winzige Narbe herum. Aus Histiozytomen können sich Fibrome entwickeln.

Der Juckreiz kann behandelt werden.
Ist eine Behandlung notwendig, so können Antihistamingeele und Zinkschüttelmixturen zur Anwendung kommen. Sie helfen besonders gegen den Juckreiz. In seltenen Fällen kann eine milde Steroidcreme sinnvoll sein. Jede/Jeder anderer sollte vermeiden, an Mückenstichen zu kratzen, dass führt zu stärkerem Juckreiz und Entzündungen.Beta_1

Vorbeugung gegen Mücken
Zur Vorbeugung werden häufig Repellents empfohlen, die Insektenstiche verhindern sollen.

Sie können aber auch die Haut reizen. Vitamin-B Tabletten scheinen ebenfalls einen vorbeugenden Effekt zu haben. Weitere Möglichkeiten sind das Schlafen unter einem Moskitonetz und besondere Vorsicht in der Dämmerung.

Vorsicht Malaria!
Die letzteren Maßnahmen sind besonders wichtig bei Reisen in Malariagebiete.Malaria wird durch den Stich einer infizierten Anophelesmücke übertragen. Vor Reisen in Malariarisikogebiete sollte sich der Wet-Skater sich um die Möglichkeit einer Malariaprophylaxe bemühen.
Vorsicht bei Insektengiften!
Viele Insektenbekämpfungsmittel haben auch schädigende Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Manche Wirkstoffe können erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen. Deshalb sollten unbedingt die Warnhinweise auf den Verpackungen berücksichtigt werden.

Sprays sollten nach Möglichkeit nicht benutzt werden. Sie führen nicht selten zu Unwohlsein, Übelkeit, Kopfschmerzen und Atembeschwerden. Außerdem wirken die Treibgase schädigend auf die Umwelt.

Bienen und Wespenstiche vermeinden
Gegen Bienen- oder Wespenstiche können die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie zum Schutz vor Mückenstichen getroffen werden. Außerdem solltet Ihr nicht barfuß über blühende Wiesen laufen oder über Wiesen mit Fallobst, denn dort ist die Gefahr besonders groß, auf eine Biene oder Wespe zu treten. Vorsicht ist auch beim Trinken und Essen im Freien geboten, denn Bienen und Wespen werden von Lebensmitteln angezogen und die Gefahr ist groß, versehentlich eine zu verschlucken.

Insekten werden von bunter Kleidung angelockt, daher soltet Ihr bevorzugt gedeckte Farben tragen. Mit den höheren Temperaturen tauchen auf 
Rasenflächen und Terrassen auch vermehrt Wildbienen auf. Es handelt sich dabei in der Regel um die so genannte Gelbfüßige Sandbiene. Angst müssen Menschen und Haustiere vor der im Boden nistenden Wildbienenart nicht haben, art nicht haben, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn.

Die Tiere gelten als scheu und friedfertig und stechen den Menschen nicht. Die Bienen fliegen rund vier Wochen im Jahr. Die Experten weisen darauf hin, dass alle Bienenarten wegen ihrer großen Bedeutung für die Natur ganzjährig unter Schutz stehen.

Ihre Nester dürfen nicht zerstört werden.
In den Monaten Mai bis Juli treten bevorzugt Stichunfälle mit Bienen, von Juli bis September Stichunfälle mit Wespen auf. Der Insektengiftallergiker sollte folgende Verhaltensregeln beachten:

Ruhe bewahren - Bienen und Wespen greifen nur selten an, wenn sie sich nicht bedroht fühlen. Nicht nach Bienen oder Wespen schlagen. Bienen und Wespen nicht anpusten, um sie zu vertreiben - das macht sie nur aggressiv.

Blühende Bäume und Blumen, überreifes Fallobst, offene Müllbehälter meiden. Haarsprays und Parfums, übermäßig riechende andere Zubereitungen wie Sonnenschutzmittel oder Shampoos nicht verwenden. Schlafräume von Bienen und Wespen frei halten. Abfallbehälter im Haus verschlossen halten. Nicht barfuss gehen, vor allem nicht in blühenden Wiesen  Weite Kleider, schwarze Stoffe und farbige Blumenmuster meiden. Geeignet sind weiße, grüne oder hellbraune Stoffe.  Nicht im Freien essen. Süßigkeiten, Marmelade und Fleisch nicht offen liegen lassen Getränke, vor allem süße Limonaden, nicht aus Dosen oder undurchsichtigen Flaschen trinken. Zumindest die Öffnung abdecken oder einen dünnen (Trinkhalm verwenden.








Bienen und Wespenstiche
Bienen und Wespen sind eigentlich keine "Blutsauger", wie die Mücken.
Sie stechen nur dann, wenn sie in Panik geraten, also wenn man z.B. nach ihnen schlägt. Darum sollte man möglichst ruhig bleiben, wenn sich eine Biene oder Wespe nähert.

Stiche von Bienen oder Wespen sind im Prinzip ebenfalls harmlos, aber wesentlich unangenehmer als Stiche von Mücken. Die Stelle schwillt stärker an, schmerzt, wird rot, fühlt sich heiß an und juckt. Für einen erwachsenen Menschen können mehrere hundert Stiche tödlich sein. Bei einer stark ausgeprägten Allergie auf das Gift von Bienen oder Wespen kann schon ein einziger Stich lebensbedrohlich werden, wenn man nicht rechtzeitig etwas unternimmt.B

Was kann man gegen das Anschwellen tun und wie lässt sich der Juckreiz verhindern?
Wenn Ihr doch einmal gestochen wurdet, könnt Ihr zur Verhinderung des Anschwellens und zur
Linderung des Juckreizes die Stelle sofort mit Eiswürfeln oder kalten Essigwasser-Umschlägen kühlen.

Ein einfaches Hausmittel ist Teebaumöl. Tupft man es auf die entsprechende Stelle, so bleibt der Juckreiz aus. Auch eine aufgeschnittene Zwiebel kann dies bewirken.

In der Apotheke bekommt man verschiedene Salben oder Gels, die den Juckreiz stillen. Bei entzündeten Insektenstichen hilft Arnika, denn sie hat eine antiphlogistische (entzündungshemmende) Wirkung. Man kann Umschläge machen oder eine Salbe, die Arnika enthält, auftragen.













Eerste Hilfe bei Bienen.- und Wespenstich
Hier könnt Ihr die gleichen Sofortmaßnahmen, wie bei Mückenstichen, ergreifen, um das Anschwellen und den Juckreiz gering zu halten.Beta_1

Wenn der Stachel noch in der Haut steckt, solltet Ihr diesen vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. Achtet darauf, dass Ihr den daranhängenden Giftapparat nicht zerstört, damit nicht noch mehr Gift in die Haut gelangt. Anschließend solltet Ihr die Einstichstelle desinfizieren.

Ihr solltet schnellstens einen Arzt aufsuchen, wenn Ihr im Bereich der Augen, in den Hals oder im Mundraum gestochen werdet. Bei einem Stich im Mund oder in den Hals kann es passieren, dass man durch Anschwellen der Zunge oder der Mundschleimhaut nicht mehr genug Luft bekommt. Als Erste-Hilfe-Maßnahmen empfehlen sich kalte Umschläge um den Hals und das Lutschen von Eiswürfeln. Richtig gefährlich wird ein Stich, wenn man auf das Gift der Wespe oder Biene stark allergisch reagiert. In extremen Fällen kann sogar eine Allergie gegen Mücken- oder Bremsenstiche vorliegen. Eine solche Allergie kann zu einem allergischen Schock (anaphylaktischen Schock) führen. Dieser muß sofort von einem Arzt behandelt werden, da er schlimmstenfalls zum Tod führen kann.

Die Anzeichen für einen Allergieschock sind eine sofortige starke Schwellung an der Stichstelle, Schwäche- und Schwindelgefühl, Hitzewallungen, Brennen und Jucken an Händen und Füßen, Atemnot, Übelkeit oder Schluckbeschwerden. Tritt eins dieser Symptome auf, solltet Ihr einen Arzt aufsuchen.

Den meisten Menschen ist nicht bekannt, ob sie allergisch auf Stiche reagieren, denn eine Allergie kann sich auch erst im Laufe der Jahre entwickeln. Ist jedoch bekannt, dass man eine solche Allergie hat, so sollte man stets Medikamente bei sich tragen, so dass man im Notfall schnell handeln kann. Solche Medikamente enthalten Antihistaminika, Cortikosteroide und Adrenalin. Sticht eine Biene oder Wespe (Hornisse oder Hummel ebenso) ist dies eine Verteidigungsreaktion des Insekts auf mögliche Angreifer.

Erster Tipp: Damit es erst gar nicht zu einem Bienenstich oder Wespenstich kommt, provoziert nicht die Insekten, indem Ihr wild umher fuchtelt oder gar nach ihnen schlagen.

Zweiter Tipp: Deckt süße Speisen und Getränke im Freien ab, wenn Ihr diese gerade nicht konsumiert. Achtet beim Essen oder Trinken darauf, dass keine Wespe oder Biene in den Mundraum gelangt. Sticht das Insekt im inneren Halsbereich zu, schwillt die Stelle so stark an, dass die Luftröhre verengt und somit Erstickung droht. In so einem Fall ist unverzüglich der Notarzt zu rufen. Währenddessen die Halspartie kühlen!..
Dritter Tipp:) Steckt der Giftstachel noch in der Haut, muss dieser mit einer Pinzette o.ä. entfernt werden. Nicht an der Giftblase, sondern am Stachel anpacken!

Vierter Tipp: Kühlen des Bienenstichs, bzw. Wespenstichs, mit kaltem Wasser oder Eis. Das Kühlwasser / -eis in geeigneten Behälter geben und betroffene Stelle darin kühlen oder Tuch oder Verband tränken und um den Bienenstich oder Wespenstich wickeln.

Fünter Tipp: Stiche auf der Haut lindert man mit Quarkumschläge. Hierzu trägt Ihr  1-2 EL Speisequark auf die Stichstelle auf. Umwickelt die Quarkmasse mit einer Frischhaltefolie bestmöglich (z.B. am Arm wird der Arm mit umwickelt, am Bauch der Bauch mit Rücken, am Bein das Bein usw.). Darüber wird mindestens eine Lage Verbandsmull oder normaler Verband zur Fixierung gewickelt. Der Quark kühlt die Stichstelle und zieht das Gift aus der Haut. Zudem kann man den Juckreiz durch das allseits beliebte Kratzen nicht verschlimmern, da die Stelle bedeckt ist.

Direkte Stichreaktion
Das Stichgift von Bienen und Wespen verursacht starke Schmerzen sowie eine mitunter massive Schwellung, die erst nach einigen Tagen nachlässt. Der Schmerz kann bis zu fünf oder sechs Tage anhalten, am zweiten oder dritten Tag kann die Reaktion am stärksten sein. Die Wirkung ist jedoch abhängig von der Einstichstelle und der Menge des Giftes, so dass die Reaktion sehr unterschiedlich ausfallen kann.

Biene


Wespe


Hornisse
Das Gift von Bienen und Wespen, aber auch von Hornissen, ist selbst bei einer größeren Anzahl von Stichen normalerweise nicht lebensgefährlich. Bei Allergikern dagegen kann bereits ein einziger Stich zu lebensbedrohlichen Reaktionen führen.
Allergische Reaktion
Wenn der Betroffene durch früher erfolgte Stiche sensibilisiert ist, kann bereits ein einzelner Stich zu einer allergischen (genauer: anaphylaktischen Reaktion führen.

Quaddeln
Die Bandbreite reicht von einer lokal begrenzten Hautreaktion (Rötung, Schwellung, Quaddeln) über leichte Allgemeinreaktionen (Übelkeit, Kopf- schmerzen, großflächige Hautreaktionen) und Atemnot bis hin zum lebensbedrohlichen
anaphylaktischen Schock. Eine anaphylaktische Reaktion kann unter Umständen sehr rasch auftreten.

Erste Hilfe bei Stichen - Sofortmaßnahmen
Mit einem Giftaussauger (z.T. auch Saugstempel genannt) das Insektengift direktnach dem Stich aussaugen. Ist dieser nicht vorhanden, hilft auch ein Würfelzucker, den man auf die Wunde drückt, da

durch die Kapillarwirkung und Lösungsfähigkeit des Zuckers in einer wässrigen Flüssigkeit etwas Gift aus der Wunde gesaugt wird. Danach kühlen (am besten mit Eis oder einem kalten Umschlag) und es stellt sich in der Regel keine Schwellung ein. Nur bei einem Bienenstich ( Honigbiene) bleibt der 









Stachel, da er Widerhaken hat, stecken. Zugleich wird auch die Giftblase aus dem Hinterleib der Biene gerissen. Deshalb ist es sinnvoll, den Stachel mitsamt der Giftblase so schnell wie möglich (innerhalb weniger Sekunden) zu entfernen. Ansonsten pumpt ein zusätzlicher Muskel den gesamtenGiftblaseninhalt in die Stichwunde. Es bleibt also kaum Zeit, nach einer Pinzette oder anderem Hilfsmittel zu suchen. Am besten kratzt man beherzt mehrfach mit den Fingernägeln über die Stichstelle, auch ungesehen am Hals oder am Kopf. Hierdurch wird die eindringende Giftmenge und damit auch die Folgen, wie Schwellung und Schmerz deutlich reduziert.

Erst danach hat man genügend Zeit - wo man es sonst nicht sieht, auch mit einem Spiegel - die Stichstelle genauer zu inspizieren. Meist wird dann der herausgekratzte Stachel mit der Giftblase am Finger entdeckt. Diese Methode hat sich in der imkerlichen Praxis als sehr vorteilhaft bewährt.Selbstverständlich sollte man nicht so stark kratzen, dass es blutet.

Schwellungen kühlen (Eis, kalte Umschläge)
Gegen Schmerz und Juckreiz kann man die Einstichstelle mit einem Antihistaminikum-Gel betupfen. Verschiedene Hausmittel (Ammoniaklösung, Zwiebel- oder Zitronensaft, angefeuchteter Würfelzucker) sind wissenschaftlich nicht anerkannt, aber möglicherweise einen Versuch wert. Honig, vorzugsweise fester, kann das Gift teilweise entziehen.

Bei Stichen in den Mund bzw. im Rachenraum (etwa beim „Mittrinken“ einer Wespe) besteht die Gefahr, dass durch die Schwellung die Atemwege verlegt werden. Sofort großzügig kühlen (kalte Umschläge, Eiswürfel lutschen) und den Rettungsdienst verständigen! Treten Schluckbeschwerden auf, sollte allerdings kein Eis mehr gelutscht werden, damit kein Eis oder Schmelzwasser in die Atemwege gelangt.

Eine anaphylaktische Reaktion kann unter Umständen sehr rasch auftreten, so dass man im Zweifelsfall rasch den Rettungsdienst rufen sollte. Menschen, bei denen eine allergische Schockreaktion, die lebensbedrohlich ist, bekannt ist, wird gegebenenfalls eine Fertigspritze mit Adrenalin verschrieben, die Ihr bei Euch führen sollten, um im Bedarfsfall die Schockreaktion abmildern zu können.
Sind Hornissenstiche gefährlicher als Wespenstiche?

Hornissen sind friedliche Tiere und verteidigen sich nur, wenn sie selbst oder ihr Nest angegriffen wird. Außerhalb des Nestbereiches sind Hornissen eher scheu und ergreifen lieber die Flucht, als das sie angreifen. Für einen gesunden Menschen stellt ein Hornissenstich keine besondere Gefahr dar. Hornissengift ist nicht toxischer als Bienen- oder Wespengift!

Der Satz,
"Drei Stiche töten einen Menschen, sieben ein Pferd, zehn einen Ochsen",

gehört in den Bereich der Sage.
Eher kann ein einziger Pferdebiss sieben Hornissen töten.

Um einen gesunden Menschen lebensgefährlich zu verletzen, sind etwa 10 Hornissenstiche pro Kilogramm Körpergewicht erforderlich. Umgerechnet wären also bei einer 80 kg schweren Person, (mal 10 Stiche), 800 Hornissenstiche nötig um ihn lebensgefährlich zu verletzen. So viele Tiere befinden sich auf einmal, selbst im Entwicklungshöhepunkt, in keinem Hornissennest.

Unterschied zwischen Bienen- und Wespenstich:
Der Stechapparat der Biene ist für den Einsatz gegen Wirbeltiere perfektioniert.


Der Stechapparat der Wespen- und Hornissen dagegen für die Insektenjagd.   Nach einem Bienenstich bleibt der Stachel in der Haut von Wirbeltieren stecken und die Biene stirbt. Wespen und Hornissen hingegen, können ihren Stachel nach einem Stich wieder herausziehen, dafür aber mehrmals stechen.  

Diese Ursache erklärt natürlich, warum nach einem Bienenstich eine höhere Dosis Gift in die Einstichstelle injiziert wird, als bei einem Wespen- oder Hornissenstich. Die Giftmenge wird bei der Honigbiene mit etwa 0,1mg pro Stich angegeben. Bei einem Wespen- und Hornissenstich wird etwa nur 1/10 der Giftmenge injiziert also etwa 0,01mg.

Die Hummeln (Bombus) sind eine zu den Bienen gehörende Gattung sozial lebender Insekten. Die über einen Wehrstachel verfügenden Hautflügler (Hymenoptera) gehören zu den Stechimmen, auch Wehrimmen genannt.

Ein Hummelvolk besteht je nach Hummelart aus etwa 50 bis 600 Tieren und einer Königin. Die Mehrzahl der Tiere sind Arbeiterinnen, daneben hat das Volk auch Drohnen (Männchen) und Jungköniginnen. Ein Volk überlebt in Europa nur einen Sommer und geht am Jahresende zugrunde (siehe Fortpflanzung und Nestbau).


Drohnen und Arbeiterinnen leben etwa drei bis vier Wochen, die Königin wird bis zu einem Jahr alt und verbringt von dieser Zeit bis zu 8 Monate im Winterschlaf. Die Hummel ist sehr früh im Jahr unterwegs und sie erzeugt die zum Fliegen notwendige Körpertemperatur durch Vibrationen der Brustmuskulatur. So kann die Königin bei Temperaturen ab 2 °C fliegen und Arbeiterinnen ab 6 °C. Eine Honigbiene zum Vergleich braucht eine Mindesttemperatur von 10 °C. Während der Nahrungsaufnahme können Hummeln ihre Körpertemperatur konstanthalten.


Die gemeine Stechfliege
Die Stechfliege
Stechfliegen gehen beim Stechen rabiat zu Werke. Ihre großen Mundwerkzeuge sind mit Widerhaken versehen, welche die Haut regelrecht aufraspeln. Der Stich von der Bremse oder Stechfliege ist schmerzhaft! Der Stich von der Bremse, Wadenstecher oder auch Stechfliege führt meist zu größeren, sehr schmerzhaften Beulen. Da die Stechfliegen gern auf Müll und Fäkalien landen, können sie Keime und Bakterien übertragen, weshalb sich die Wunden auch häufig entzünden. Stechfliegen sind vor allem im warmen Spätsommer in der Nähe von Gewässern, Pferden und Kühen unterwegs und fliegen oft mehrere, unerbittliche Attacken, wenn man ihnen nicht zuvorkommt und zuschlägt. Oft verderben sie einen die besten Schlammstellen da sie in ganzen Schwärmen auf einen zu kommen.
Vorbeugung und Maßnahmen!
An Gewässern, an Schlammstellen oder an Bächen immer lange Kleidung tragen! Bremsen stechen vornehmlich in die Beine, aber auch am Hals oder die Schultern. Bei Bedarf ein herkömmliches Insektenschutzmittel auftragen. Oder die Stechfliege mit der Hand erschlagen. Stechfliegen sind zum Glück nicht von der schnellen Truppe und können daher gut erledigt werden.
 

Der Blutegel
Der Blutegel ist ein Ektoparasit, der sich von menschlichem oder tierischem Blut ernährt.


Morphologie
Blutegel sind abgeflachte, geringelte Würmer von fünf Millimeter bis 46 Zentimeter Länge und sowohl am Vorder- als auch am Hinterende mit je einer Saugscheibe ausgestattet. Der Körper besteht im typischen Fall aus 33 Segmenten; die Zahl der äußeren Ringe, die nicht den inneren Segmenten entsprechen, variiert je nach Art. Jeder Ring trägt etwa fünf oder sechs warzenartige Vorsprünge oder Papillen, die als Sinnesorgane dienen. Am Vorderende des Wurmes sitzen mehrere Augen. Bei manchen Blutegeln enthält der am Vorderende liegende Mund drei bezahnte Platten, mit denen das Tier die Haut seiner Beute durchschneidet.

Nur mit langen Hosen ins schlammige Wasser gehen - Denn hier lauern Blutegel!


Ernährung
Am Kopf und am Hinterende des Blutgels befinden sich je eine Saugscheibe, mit deren Hilfe sich der Egel an seinem Wirt festsaugt. Um an das Blut zu gelangen, beißt sich der Egel mit drei rasiermesserscharfen Kiefern durch die Epidermis. Dabei gibt er analgesierende Substanzen und den Gerinnungshemmer Hirudin in die Blutbahn seines Wirts ab. Dadurch wird verhindert, dass das Blut gerinnt.
Fortpflanzung
In ihrem Sexualleben haben Blutegel zwittrige Eigenschaften, dass heißt sie sind in ihrer ersten Lebensphase Männchen und werden erst in einer späteren Lebensphase zu einem Weibchen.

Die weiblichen Blutegel legen nach ihrer Begattung in Röhren im feuchten Schlamm bis zu 30 Eier ab, aus denen dann wieder neue Blutegel schlüpfen.


Vermeidung & Vorbeugung
Die allgegenwärtigen Blutegel (auf englisch Leeches), zur Familie der Ringelwürmer zählend, besitzen einen hinteren und vorderen Saugnapf und schenken dem Menschen ihre vollste und liebenswürdige Aufmerksamkeit. Der Biss ist rücksichtsvoll völlig schmerzfrei und wird selten bemerkt. Dabei sondern sie einen Stoff (Hirudin) ab, der die Blutung durch Gerinnungshemmung fördert. Für Menschen sind sie ungefährlich und finden sogar in einigen alternativ-medizinischen Nischen u.a. in Krankenhäusern Verwendung. Entfernt werden sie durch bestreuen mit Salz oder mit trockener Hitze (zB. mit Zigarettenglut), die sie dazu bringen ihre „Beute“ loszulassen. Die Bissstelle kann noch mehrere Stunden nachbluten (so dass man nach kurzer Zeit wie ein Schwerstverletzter aussieht) und zieht Insekten an.


Aus ästhetischen Gründen und um zu vermeiden, dass Insekten in der Wunde Eier ablegen (aus denen sich Maden entwickeln können), empfiehlt sich ein Pflaster oder die Blutung mit einem Alaunstift (gibt es in der Apotheke!...) zu stillen.

Verhindern kann man diese Parasiten nicht! Aber es können Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.
Rasten nur an lichten, vor allem an trockenen Stellen.

  1. Rasten nur an lichten, vor allem an trockenen Stellen. Ansonsten sich nicht hinsetzen! Langärmlige, dichtgewebte Hemden und Hosen tragen und besonders dicht gewebte Strümpfe sorgfältig über die unteren Bereiche der Hosenbeine ziehen.
  2. Bei starkem Vorkommen zusätzlich feine Nylonstrumpfhosen über Kniehöhe abschneiden und überziehen.
  3. Das Einreiben mit Tabaksud wird oft von Einheimischen empfohlen. 
  4. Kindern sollte die über die Haut aufgenommene Nikotindosis nicht zugemutet werden.
  5. Abgesetzte Rucksäcke o.ä. vor dem Aufsetzen kontrollieren.
  6. Regelmäßig die Schuhe, Hosenbeine und Hemdsärmel absuchen. 
  7. Nach dem Treck vor allem an den Extremitäten, im Schritt, in der Gesäßfalte und die Nackengegend genau absuchen.
  8. Bei Blutungen eignet sich ein Alaunstift, wie er zur Blutstillung bei der Rasur verwendet wird.Auch in schlammigen Gewässern können sich Blutegel aufhalten.



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